Veröffentlichung ÖDLAND Zweites Taschenbuch

Ab sofort auch als Taschenbuch erhältlich: ‚ÖDLAND Zweites Buch Das Versteck im Moor.

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LUCID DREAMS werden wahr. Es ist uns eine besondere Freude die Veröffentlichung der Printausgabe des Zweiten Buches der ÖDLAND-Reihe mitteilen zu können. Wie schon der erste Band wurde auch der zweite mit genauem Gespür für die spannungsgeladene Zerrissenheit der Neuen Welt von Theresa Winkler gestaltet: MOMMONO. (Illustrationen: Colin M. Winkler, ebenfalls MOMMONO.)

Gut erkennen kann man die exakte Arbeit der Designer an der passenden Rückenillustration, die ein weiteres Stück von Megas Portrait freigibt. Es war dieses Ereignis, dem ich besonders entgegengefiebert habe: Die beiden Bücher nebeneinander zu stellen und eine verrückte Idee Realität werden zu lassen. Und, was soll ich sagen: Die Puzzleteile passen perfekt und die Bücher machen sich super im Regal. Und das Beste ist: Der Effekt wird mit jedem Buch besser 🙂

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„Kleine“ Logikfehler des E-Books wurden in der Printfassung korrigiert. So geht die Sonne vor Megas zweiter Prüfung jetzt nicht mehr im Westen auf und Mark erscheint nicht mehr unvermittelt in Megas Duell gegen Jan. Außer sanften Straffungen, um den Flow der dynamischen Passagen zu verstärken, gibt es nur eine größere Änderung: Ein neues Kapitel.

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Es handelt sich jedoch nicht um neuen Inhalt, sondern nur um eine geänderte Unterteilung. Mein Gefühl, das Kapitel „Ein Umweg“ fände kein richtiges Ende, verstärkte sich beim erneuten Lesen, weshalb ich mich dafür entschied nach Nathans verstecktem Brief eine Zäsur einzufügen. Das Kapitel „Die Flut oder etwas anderes“ ist also nur das nach hinten gerückte Ende des Kapitels „Ein Umweg“.

Theresa, Colin und ich wünschen allen ÖDLAND-Leserinnen und Lesern weiterhin spannende Unterhaltung und dunkle Romantik in der Stille der Endzeit. Bleibt uns gewogen, klickt auf LIKE oder FOLGEN und erfahrt als Erste, wann die Taschenbuchausgabe des dritten Bandes erscheint. (Geplant: Dezember 2015.)Inhaltsverzeichnis

Locationscouting ÖDLAND III

Der Reisebericht in die salzige Unterwelt Norddeutschlands enthält Spoiler. Leserinnen und Lesern, die ÖDLAND III noch nicht beendet haben, wird deshalb geraten zunächst einen Bogen um diesen Blogeintrag zu machen.

Wir erinnern uns: In ÖDLAND II will Mega die Autobahn überqueren, doch sämtliche Brücken wurden zerstört. Durch die Flut oder etwas anderes. Sie folgt dem Großen Fluss nach Norden auf der ersten Teerstraße hinter dem Deich, um Nathans Verstecke zu finden.

Der Sommer ist vorbei, die Tage werden kürzer und dunkler. Mitten in der Einöde stößt sie auf seltsame Gebäude, umgeben von der Asche verbrannter Wälder.

Hauptturm

Die Fabrik am Fluss – Der Hauptturm


Während der Konzeption der Endzeitgeschichte wurde mir klar, dass Mega auf einen Ort stoßen soll, dessen Gefährlichkeit die Menschen der Nachwelt vergessen haben.

Denn bei einem Systemkollaps würde jeder Komfort über Nacht verschwinden. Dinge wie Essen, Strom und Treibstoff wären von einem Tag auf den anderen nicht mehr verfügbar. Auf der anderen Seite gäbe es aber Relikte, die den Menschen erhalten bleiben würden. Altlasten, die man in massiven Stahlbehältern und tiefen Stollen verstecken müsste. Würden die Menschen der Nachwelt Generationen später noch wissen, was dort unten versteckt worden ist? Würden sie wissen, dass sie sich in Gefahr begeben, wenn sie sich diesem Ort nähern?

Maserung Stollenwand

„Maserung“ der Wände des Salzstollens


Der Dokumentarfilm INTO ETERNITY macht sich Gedanken zu der Frage: Wie muss ein Endlager gekennzeichnet werden, damit Menschen auch in tausend Jahren noch herausfinden können, dass es gefährlich ist. Denn niemand kann heute sagen, ob Menschen in tausend Jahren noch die Schriftstücke lesen können, die wir heute verfassen oder ob die Daten, in der Form, wie wir sie heute produzieren, überhaupt noch lesbar sein werden.

Von Sprachwissenschaftlern, Designern und Architekten gibt es die absurdesten Vorschläge zu dem Thema: Von kryptischen Icons, die schon heute niemand verstehen würde, über die Gründung eines Geheimordens dessen Aufgabe es wäre, das Wissen um die Gefahren der Radioaktivität von Generation zu Generation weiterzugeben, bis hin zu Landschaftskunst: Gewaltige, ringförmige Wälle bedeckt mit rostfreien Stahlstacheln. Eine Mischung aus Panzersperre und toter Evolution. Doch könnten die Maßnahmen die Menschen der Nachwelt davon abhalten die geheimnisumwobenen „Grabkammern“ der Altvorderen zu öffnen und den „Fluch der Pharaonen“ zu entfesseln? Würden die Warnungen die Neugier zukünftiger Menschen nicht erst recht anstacheln? Tatsache ist, dass Geheimnisse Menschen schon immer angezogen haben. Wahrscheinlich ist, dass sie dieselben Fehler machen würden, die wir gemacht haben. Sie würden die Büchse der Pandora öffnen.

Ein Merkmal haben alle Überlegungen zur Kennzeichnung von Endlagern gemeinsam: Sie wurden bisher nicht umgesetzt und im Chaos eines Zusammenbruchs würde niemand mehr an sie denken.

Um mich besser in die Situation der Bewohner des Salzstocks hineindenken zu können, entschloss ich mich zu einer Besichtigung des „Erkundungsbergwerks“.

Offizielles Erinnerungsfoto aus dem „Freizeitpark“ Gorleben:

Gruppenbild Salzstock

Ganz unten: „Undercover-Recherche“ im Erkundungsbergwerk Gorleben


Ich falle etwas auf, da ich zu spät kam und der einzige war, der noch am Helm rumfummelte, während der Rest der Gruppe schon über Druckausgleich und Bewetterung fachsimpelte.

Zur vorschriftsmäßigen Sicherheitausstattung jedes Besuchers gehören: Stahlkappenstiefel (besser zwei Nummern zu groß, als eine zu klein), schicker, einteiliger Overall in signalrot, (damit man im Stollenlabyrinth nicht verloren geht), Helm mit Kopflampe (ganz wichtig), ein praktisches Sauerstoffgerät im Handtaschenformat mit Atemluft für 20 min (allein der Weg im Fahrstuhl auf die 1000m Sohle hat 20 min gedauert) und ein Dosimeter. Kein Witz, ein Dosimeter, das die Strahlenbelastung in Millisievert anzeigt, der man während des Aufenthalts ausgesetzt ist. Und das, obwohl (offiziell zumindest) noch gar kein radioaktiver Abfall eingelagert wurde. Ich vermute, dass die Maßnahme eher der Beruhigung unserer Nerven dienen sollte. Um es gleich vorweg zu nehmen: Mein Dosimeter hat hinterher nichts angezeigt.

Weg zum Fahrstuhl

Gang zum Fahrstuhl


Der Weg zum Fahrstuhl erinnerte mich an Jodie Fosters Gang zur japanischen „Transportmaschine“ in ‚Contact‘. Ich weiß auch nicht warum.

Fahrzeug

Bohrkopffahrzeug

Im Salzstock herrschte hektische Betriebsamkeit und erstaunlich viel Verkehr. Es gab sogar Ampeln, an denen man als Fußgänger besser stehen blieb, wenn man nicht von Bohrkopffahrzeugen, Baggern oder Jeeps überrollt werden wollte.

Karte Salzstock

Karte des Salzstocks


Ich habe in ÖDLAND III nur die rote Ebene berücksichtigt, weil alles anderes zu kompliziert geworden wäre.

Die Werkstatt konnte praktischerweise an derselben Stelle bleiben, an der sie schon immer gewesen war, das Gewächshaus wurde im ehemaligen Lager errichtet, die Arbeitsräume wurden zur „Strandbar“ umfunktioniert, Dr. Maximilians Separee wurde im ehemaligen Tanklager (rechter Bildrand) erbaut, der allgemeine Wohnstollen wurde im Grubenwehrraum errichtet, der geschützte Bereich in der Bohrabteilung, im nach links oben führenden Stollen haben die Bewohner Krankenstation und Quarantäne untergebracht, aus der sogenannten „Füllortstrecke“ wurde der Versorgungsstollen mit Essensausgabe und Schwarzem Brett. Die gerade Verbindungsstrecke zwischen Bohrabteilung und Dr. Maximilians Refugium nannten die Bewohnern der dritten Generation „Hauptstollen“.

Messung des Salzflusses

Messung des „Salzflusses“


Obwohl es sich um Gestein handelt, ist der gesamte Untergrund in „Bewegung“. An Messpunkten auf „Stoßkanten“, lässt sich die „Strömungsgeschwindigkeit“ des Salzes ablesen. Sie ist nicht sehr stark, nur 0,1 bis 0,5 Millimeter im Jahr, doch im Laufe der Jahre summieren sich die Werte und nicht alle Stellen sind gleich schnell. Tektonische Bewegungen sind das Hauptproblem eines Endlagers im Salz.  Zugänge könnten in tausend Jahren z.B. einfach verschwunden sein.

Salzdunst

Salzdunst


Das rieselnde Salz bildete Dunstschleier, hindert aber nicht am Atmen. Tatsächlich wirkt es  therapeutisch und „reinigt“ die Lunge wie ein Solebad. Man darf nur die Flüssigkeitszufuhr nicht vergessen. Die geringe Luftfeuchtigkeit trocknet einen langsam aber sicher aus.

Salzstaub Mondlandschaft

Salzstaub auf dem Stollenboden


Feiner Salzstaub macht die Stollenböden zur Mondoberfläche.

Tafel Wettermessung

Wettermeßstelle 2.4



Atemluft wird von Wetterrohren in konstanter Geschwindigkeit durch die Stollen gedrückt.

Stollen+Wetter

Stollen und Wetterrohr

Werkstatt

Werkstatt + Versteck des INDU


In den Seitengängen der Werkstatt versteckt Mega den INDU.

Deich und Schwemmflächen II

Deich und Schwemmflächen


Wenn sie mitten im Februar mit den Söldnern wieder ins ÖDLAND aufbricht, herrscht tiefer Winter. Gefrorene Schwemmflächen und schneebedeckte Deiche säumen den Weg der Reisegruppe.

Überschwemmte Brücke im Eis

Überschwemmte Brücke am Ufer


Ewiger Winter. Endlose Stille.

Neue ÖDLAND Wallpaper

Der Coverdesigner der ÖDLAND-Reihe Colin M. Winkler hat neben dem Cover des dritten Bandes wieder eine Reihe von Wallpapern gestaltet, die wir Leserinnen und Lesern hier auf LUCID DREAMS gern kostenlos zur Verfügung stellen.

Für diejenigen, die nicht wissen, was ein Wallpaper ist, hier eine kurze Erklärung: Ein Wallpaper ist ein stimmungsvoller Bildschirmhintergrund für Euren Computer, Euer Tablet, oder Eure Konsole.

Was muss man machen, um ein Bild als Bildschirmhintergrund einzurichten? Wenn Ihr auf die Vorschaubilder hier auf der Seite klickt, wird eine große Darstellung des jeweiligen Bildes in einem neuen Fenster geöffnet. Klickt erneut, wenn ihr ein Pluszeichen seht, erst dann wird die volle Auflösung (1920 x 1200) angezeigt.

Jetzt müsst Ihr nur noch mit der rechten Maustaste auf das Bild klicken und im Menü den Unterpunkt „Als Hintergrundbild einrichten…“ auswählen. Und schwupp-di-wupp befinden sich Mega und die Weiten des Ödlands auf Eurem Rechner.

LUCID DREAMS, Colin M. Winkler und Christoph Zachariae wünschen weiterhin spannende Unterhaltung im ÖDLAND und viel Spaß mit den neuen Wallpapern.

ÖDLAND - Drittes Buch 01 1920x1200

ÖDLAND III Wallpaper HAGEN & MEGA

ÖDLAND - Drittes Buch 02 1920x1200

ÖDLAND III Wallpaper MEGA

ÖDLAND - Drittes Buch 03 1920x1200

ÖDLAND III Wallpaper HAGEN

ÖDLAND - Mega 01 1920x1200 NEU

ÖDLAND Wallpaper MEGA Closeup

in wenigen Stunden ist es soweit: ‚ÖDLAND Drittes Buch Die Fabrik am Fluss.‘

15-08-31 Willkommen im ÖDLAND klein

 

noch 1 Tag bis zur Veröffentlichung: ‚ÖDLAND Drittes Buch Die Fabrik am Fluss‚.

15-08-30 Willkommen zurück klein

 

 

nur noch 2 Tage bis zur Veröffentlichung: ‚ÖDLAND Drittes Buch die Fabrik am Fluss‚.

15-08-29 Endlose Stille groß

noch 3 Tage bis zur Veröffentlichung: ‚ÖDLAND Drittes Buch Die Fabrik am Fluss‚.

15-08-13 01 Ewiger Winter

ÖDLAND II Locationscouting

ÖDLAND Zweites Buch: Zu Beginn des letzten Drittels flieht Mega vor den Soldatenkindern und folgt der Autobahn im INDU nach Osten. Sie stößt auf einen großen Fluss (die Elbe) und eine zerstörte Autobahnbrücke (die A2 bei Magdeburg), die sie zu einem Umweg mit unabsehbaren Folgen zwingt. Ganz in der Nähe befindet sich ein Wasserstraßenkreuz. Die Stelle, an der der Mittellandkanal die Elbe überquert.

Um ein Gefühl für die Größe der Brücken und die Distanz zwischen ihnen zu bekommen, beschloss ich, mir die Orte genauer anzusehen und Fotos zu machen.

Autobahnbrücke und Wasserstraßenkreuz liegen verhältnismäßig nah beieinander. Deutlich näher, als ich in Erinnerung hatte. Mir wurde klar: Von der Autobahnbrücke aus würde Mega das Wasserstraßenkreuz sehen können. Und wenn sie es sehen könnte, dann würde sie auch erkennen können, dass es ebenfalls zerstört wurde und dann hätte sie sich möglicherweise nicht für diese Richtung entschieden, sondern eine andere Möglichkeit in Betracht gezogen.

Die Aufgabe: Mega darf das Wasserstraßenkreuz von der Autobahnbrücke aus nicht sehen. Doch wie soll das möglich sein? Warum sieht sie es nicht? Die Lösung: Den überschwemmten Flussauen entsteigt dichter Nebel. Die Ortsbesichtigung führte also zu einer Änderung des Wetters im Roman.

Mega wendet den INDU und folgt Nathans Wegbeschreibung. An der ersten Ausfahrt stößt sie auf ein Kieswerk, dass es an dieser Stelle wirklich gibt und sieht, wie die Förderbänder aus dem Nebel ragen.

Förderbänder des Kieswerks

Kieswerk


Auch die „Stahltore“ des Schiffhebewerks heben sich imposant aus dem Dunst. Besonders für einen Menschen wie Mega, der eine derartige „Konstruktion“ zum ersten Mal im Leben sieht.

„Stahltore“ des Schiffshebewerks Rothensee

Freie Passage zum jenseitigen Ufer

Der hallende Tunnel unter der Schleusenbühne ist die einzige Möglichkeit den Kanal zu überqueren. Übergänge und Stege wurden blockiert.

Auf der anderen Seite liegt eine kleine Siedlung. Privat- und Reihenhäuser. Insgesamt eher langweilig. Nur ein Haus mit auffälligem Grundriss weckte mein Interesse. Ich wählte es als Vorbild für das „Hexenhaus“.

H-förmiger Grundriss. H wie „Hexenhaus“.


Im Keller unter dem „ehemaligen“ Kühlraum findet Mega Nathans Funkgerät und seinen Brief. Sie soll auf der ersten Teerstraße hinter dem Deich nach Norden reisen und nach Sternen Ausschau halten, die Vorratslager markieren.

Später erreicht Mega das zerstörte Wasserstraßenkreuz, dass bei meiner Recherche vor Ort natürlich „noch“ ganz war und von zahlreichen Frachtkähnen überquert wurde.

Trogbrücke des Mittellandkanals. Elbüberquerung.


Ich gönnte mir den Spaß es zu Fuß zu überqueren und stellte mich am anderen Ufer unter das Stahlbett des Mittellandkanals, um mir die Geräusche der sich nähernden Schiffsschrauben anzuhören. Ein Fest für jeden Sounddesigner.

Stahlbett des Mittellandkanals über der Elbe


Im Roman sind unterschwellige Geräusche schwierig einzubauen, doch als alter Regisseur kann ich nicht aus meiner Haut. Ich sehe, höre und fühle jeden Ort, an dem Mega steht, lauscht und friert und das Dröhnen der Schiffsschrauben, das Tonnen von Stahl und Wasser in Schwingung versetzte, schien mir die namenlose Drohung des Ödlands sehr passend zu untermalen.

In Wolmirstedt, der ersten, kleinen Ortschaft hinter dem Wasserstraßenkreuz, wurde in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs meine Mutter geboren. Während eines Luftangriffs im Keller eines Bauernhauses.

Meine Großmutter schrie entsetzt, als ihr das Kind in die Arme gelegt wurde, doch nicht, wie man annehmen könnte, wegen der Fliegerbomben. Das kleine, blutige Ding, dass meine Mutter damals gewesen war, war von Kopf bis Fuß behaart und sah aus wie ein Affe.

Making-of ÖDLAND Buchtrailer

Im Mai 2013, ein Jahr nach dem Fotoshooting für das Cover des ersten Buches, trafen sich Mega-Darstellerin Lenaig Hemonet und Autor Christoph Zachariae erneut auf dem Gelände der verfallenen Berliner Brauerei, um in der passenden Endzeitstimmung die Aufnahmen für den ÖDLAND-Buchtrailer zu drehen:

Lenaig präpariert ihre Armbänder

Lenaig präpariert ihre Armbänder

Lenaig Hemonet aka Verwirrtes Kind

Lenaig Hemonet aka Verwirrtes Kind


Gedreht wurde an drei Tagen: Am ersten Tag entstanden in verfallenen Büros und dunklen Lagerhallen Detailaufnahmen von Lenaigs Händen. Am zweiten Tag drehten wir die Bilder mit der Sterntätowierung in der Nähe der Autobahn und im Moor. Am dritten Tag holte ich in der Brauerei Kamerafahren und Gänge nach, die ohne Lenaig gedreht werden konnten.

Die Detailaufnahmen der Hände wecken Neugier. Man möchte wissen, mit wem man es zu tun hat und wie die Person aussieht, die dort im Müll wühlt. Außerdem erzeugen die Ausschnitte ein Gefühl von Heimlichkeit und Vorsicht. Mega nähert sich den Dingen der „Alten Welt“, die sie in den meisten Fällen nur aus Erzählungen kennt, mit Respekt und einer Art primitiver Ehrfurcht.

Die Puppe

Plastikdübel für den INDU

Sechser im Endzeitlotto

Festmahl auf dem Benzinkocher


Gedreht wurde mit Canon 5D Mark II, einer stromsparenden Akku-LED-Fläche und 1/2 CTB. Der Filmstaub stammt von Feuerfest-sfx. Die Dosen wurden mit einer Stahlbürste aufgeraut und für die notwendige Rostpatina eine Woche in hochprozentige Essigsäure eingelegt. Puppe, Spielzeug und Kocher wurden im Requisitenfundus Adlershof ausgeliehen.

Die Aufnahmen an der Leitplanke und unter der Autobahnbrücke verstärken den Eindruck der Notwendigkeit sich im ÖDLAND zu verstecken und die Umgebung ausführlich zu beobachten, bevor man sich aus der Deckung wagt.

Mega späht über die Leitplanke

Erkundung eines Verstecks unter der Brücke

Gedreht wurde in Mecklenburg-Vorpommern an der A19 mit available light.

Erst mit der letzten Einstellung des Trailers wird das Geheimnis um Megas Aussehen und den Stern unter ihrem rechten Auge gelüftet.

Der Stern

Wird sie durchhalten?


Auch für die Postproduktion konnte ich alte Verbündete gewinnen:

Sprecherin Nana Spier habe ich während meiner Arbeit an der Thriller-Reihe DARKSIDE PARK kennengelernt. In der Episode ‚Der Gesang der Ratten‘ lieh sie der Hauptfigur Sarah Freeman ihre Stimme und erhielt für ihre Leistung den Preis als ‚Beste Sprecherin (Lesung)‘ auf dem Ohrkanus 2010. Nana erklärte sich sofort dazu bereit Megas Voice-Over zu übernehmen, was mich sehr gefreut hat.

Mit Max Würden war ein alter Weggefährte auch für die Musik verantwortlich. Max komponierte bereits den Score für meine Kurzfilme ‚Die Überlebende‚ und ‚Der Auftrag‚. 2008 konnten wir gemeinsam den 1. Preis des ‚Eins Live Hörspielwettbewerbs‘ mit LUCID DREAMS gewinnen.

Den Schnitt des Trailers übernahm Moritz Groß, der Cutter meines Vertrauens und meiner Imagefilme.

Und hier das Ergebnis: Der ÖDLAND-Buchtrailer.