Testleserin für DreamWalker 02 gesucht

Anfang Oktober ging Projekt DreamWalker Die Gottesanbeterin (DreamWalker 02) zu BoD ins Lektorat. Ich habe damit den Preis eingelöst, den ich im Rahmen des Bookdate Contest 2022 gewonnen habe.

Ich bin schon sehr gespannt, was die BoD-Lektorin entdecken wird. Auf der einen Seite spekuliere ich natürlich darauf, dass sie mir gute Hinweise gibt, auf der anderen Seite hoffe ich aber auch (wie vermutlich jeder Autor), dass sie keine allzu großen Baustellen mehr aufmacht. Selbst kleine Änderungen haben manchmal lange Rattenschwänze. Eine Überarbeitung in diesem Kapitel bedeutet auch eine im nächsten, denn alles baut aufeinander auf. Das kann schnell ausufern.

Da ich Überarbeitungen ungern dem Zufall überlasse, ist das BoD-Lektorat bereits Lektorat Nummer 2. Die befreundete Autorin Rebecca Braun hat mir schon im August sehr gute Hinweise gegeben. Die Kapitel folgen jetzt zwingender aufeinander und es gibt eine klare Opposition innerhalb der Exilanten. Ich bin guter Dinge, dass das BoD-Lekorat das Lesegefühl weiter verbessern wird.

Testleserin für DreamWalker 02 gesucht

Da wir gerade beim Thema sind: Ich suche eine Testleserin für DreamWalker 02. Wenn Du Lust hast, Teil des kreativen Prozesses zu werden und mir beim Feinschliff zu helfen, melde Dich gern unter czachariae@gmx.de, vorausgesetzt:

  • 1. Du hast Zeit und Lust, das Buch bis Ende Oktober zu lesen und zu kommentieren.
  • 2. Du mochtest DreamWalker 01 und willst wissen, wie es weitergeht.
  • 3. Du hast kein Problem damit, ein unkorrigiertes Buch zu lesen.

Besonders der letzte Punkt ist wichtig, denn das finale Korrektorat folgt erst nach der letzten Überarbeitung.

Ich freue mich außerdem sehr darüber, dass Buchbloggerinnen wieder über DreamWalker geschrieben haben. Ich habe eine Auswahl an Blogbeiträgen für Dich zusammengestellt:

tealicious books

So hat zum Beispiel die liebe Julia Ehrenberg von tealicious books, die ich seit meinen DARKSIDE PARK Tagen kenne, geschrieben: „Im Buch erweist sich die Traumwelt als süchtig machend … Sie übt eine unglaubliche Faszination aus, und das nicht nur auf Isabella, sondern auch auf mich als Leserin.“ Vielen Dank, Julia.

Buchspinat

Nicole Biernoth die Bloggerin aus dem Buchspinat schrieb: „Er (der Autor) vermischt wissenschaftliche Fakten mit Fantasy und erschafft so eine spannende Geschichte, die den Leser überrascht.“ Vielen Dank für Deine Rezension, Nicole.

Suses-Buchtraum

Suse postet auf einem Buchblog, der auf den schönen Namen Suses-Buchtraum hört. Als ich im Internet über ihn stolperte, musste ich sie natürlich sofort fragen, ob sie Träume mag und siehe da, sie ist großer Traumfan: „Ich wäre am liebsten in der DreamWalker-Welt geblieben und es fiel mir nicht leicht, als sich das Buch dem Ende näherte.“ Vielen Dank für Deine Rezension, Suse.

Bibliotaph

Bei Kat Kenklies hatte ich so meine Bedenken und ihr ging es ähnlich, denn erstens nimmt sie nur selten Rezensionsexemplare an, und zweitens passen die angebotenen Genres meistens nicht zu ihrem Lesegeschmack. Wie es der Zufall wollte, deckte sich meine Rezensionsanfrage jedoch mit meiner zweiten Lovelybooks-Leserunde. Ich habe Kat eingeladen und sie hat teilgenommen. Ein Risiko, aber hinterher waren wir beide froh, dass wir den Mut hatten es einzugehen. Das Wort hat: Bibliotaph: „Es gibt ein paar Stellen, die ein bisschen gruselig sind, aber auf so eine schöne Gänsehaut Art und Weise, bei der man froh ist, nicht selbst der Protagonist zu sein, aber trotzdem nicht aufhören kann zu lesen.“ So soll es sein. Vielen Dank fürs Lesen und Schreiben, Kat.

Demnächst gibt es Neuigkeiten zur DreamWalker 02 Coverillustration und zur Lesung mit den 9lesen-Autorinnen auf der FBM 22. Ich freue mich, wenn Du wieder reinschaust.

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P.S.: Ich bin fündig geworden. 😀 Vielen Dank an alle InteressentInnen. Bitte keine weiteren Bewerbungen schicken.

DreamWalker gebloggt

Die fünfte Fassung von Projekt DreamWalker Die Gottesanbeterin (DreamWalker II) werde ich Ende Juli 2022 beenden können. Anschließend wende ich mich anderen Buchaufgaben zu. Die Coverillustration des zweiten Bandes steht an. Im Prinzip haben wir die Gestaltung bereits festgelegt, doch die wirklich wichtigen Fragen tauchen gewöhnlich erst während der Umsetzung auf. 😀 Ich bin deshalb froh, mit Colin M. Winkler einen Profi an meiner Seite zu haben und freue mich schon sehr auf die neue Zusammenarbeit.

Diverse BuchbloggerInnen hatten Zeit und Lust, Projekt DreamWalker zu lesen, worüber ich mich sehr freue. Ich möchte Dir ihre Meinungen nicht vorenthalten und habe ihre Blogeinträge, ein Interview und eine YouTube-Lesung für Dich zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen und Hören und vielen Dank an alle Bloggerinnen und Blogger, die DreamWalker ihre Zeit schenken.

Brigitte aka Gitti von streifisbuecherkiste hat mich auf einen Eintrag auf buechereule.de aufmerksam gemacht, der mich besonders gefreut hat, da ich die Verfasserin vor Jahren auf der Leipziger Buchmesse getroffen habe. Irri schreibt dort über DreamWalker und der Eintrag hat Gitti dazu bewogen, sich bei mir zu melden. Aber lest selbst: buechereule.de

Eine „klare Empfehlung für jeden Fantasy-Fan“ habe ich von Tina von tinaliestvor.de erhalten. Sie vergleicht DreamWalker mit Otherland von Tad Williams. Der Vergleich ehrt mich, ist aber zu hoch gegriffen. So weit bin ich noch nicht. Aber: Ich arbeite daran. 😀 Vielen Dank, Tina.

Petra von phantastische-fluchten hat entdeckt, dass die Kapitelillustrationen in DreamWalker Hinweise geben: „So erkennt der Leser sofort, ob es sich um ein Kapitel mit Isa handelt oder um eines mit Jakob.“ Das hat mich besonders gefreut, denn Colin M. Winkler hat sich mit den Illustrationen besonders viel Mühe gegeben. „Ich vergebe ja schon lange keine Sterne mehr … aber von mir bekommt dieser Roman volle Punktzahl und einen extra Stern für Ausstattung und Qualität.“ Petra hat ihre Rezension auch für das Science Fiction Magazin Weltenportal eingereicht und sie wurde angenommen. Die nächste Ausgabe erscheint voraussichtlich Ende August 2022. Vielen Dank, Petra.

Elena von elenas-zeilenzauber hat DreamWalker gelesen und mich interviewt. Meine Antworten findest Du auf Elenas Blog. Vielen Dank, Elena.

  1. Was ist der außergewöhnlichste Ort, an dem du eine Idee für einen Plot, eine Szene, eine Figur hattest?
  2. Wie bist du an das Thema „luzides Träumen“ herangegangen?
  3. Wie viel von dir steckt in Dr. Lem und seiner Tochter Isabella?
  4. Für welche Hobbys hast du neben der Schreiberei noch Zeit?
  5. Welche Frage würdest du gerne mal beantworten?

Wie Du weißt, gibt es schon ein paar DreamWalker Audioschnipsel. Die Sprecherin Rebecca Veil hat uns ihre Stimme für den DreamWalker Buchtrailer geliehen und die Sprecherin Margit Sander hat im Finale des Bookdate Contest ein Kapitel vorgelesen. Neu hinzugekommen ist eine Lesung des Bloggers Lexy aka Lexys BookDelicious auf Youtube. Lexy hat den Text selbstständig und unabhängig interpretiert. Hätte ich bei der Aufnahme neben ihm gesessen, hätte ich hier und da Anmerkungen gehabt. 😀 U.a. wird die Hauptfigur Dr. Jakob Lem natürlich mit kurzem e gesprochen, wie Stanislaw Lem, der polnische SF-Autor. Vielen Dank, Lexy.

Lilly aka Fina aus dem buchlabyrinth ist Psychologin und in der Forschung tätig. Ich habe etwas geschwitzt, als ich ihr das Buch geschickt habe, aber DreamWalker hat den Härtetest bestanden und wird auch von Fachleuten geschätzt: „Ich lasse mich im Rahmen von fiktiven Geschichten sehr gerne auf spannende Gedankenexperimente ein, weshalb die DreamWalker genau meinen Geschmack treffen.“ Vielen Dank, Lilly.

Die Hälfte des Jahres ist schon wieder rum. Langsam wird es ernst für DreamWalker II. Ich hoffe, Du freust Dich so sehr wie ich auf den zweiten Band der DreamWalker Trilogie.

Nominiert für den Bookdate Contest 2022

Ich kann es noch nicht so richtig glauben, aber es scheint wahr zu sein: Projekt DreamWalker Die Schatten ist für den Bookdate Contest von BoD und TWENTYSIX nominiert. Eine Jury, bestehend aus der Autorin Anika Landsteiner (Romance) und den Autoren Bernhard Hennen (Fantasy) und Martin Krist (Crime), hat 9 Beiträge aus 341 Einsendungen (so viele wie noch nie!) ausgewählt. DreamWalker ist einer von drei Finalisten in der Kategorie Fantasy.

Nominiert für den Bookdate Contest 2022

Das Bernhard Hennen sich für meinen Text entschieden hat, freut mich umso mehr, da wir eine Leidenschaft teilen: Das Schwarze Auge. Als Hennen 1990 seine ersten Abenteuer veröffentlichte, habe ich gerade aufgehört, DSA zu spielen, aber seine Veröffentlichungen im Schmidt Spiele Verlag weiterhin mit großen Interesse verfolgt. Es ist seltsam und fantastisch, dass sich dieser Kreis jetzt schließt.

Das Finale des Bookdate Contest wird am 18. März live auf dem BoD Youtube-Kanal übertragen. Als Höhepunkt des Schreibwettbewerbs liest die Sprecherin Margit Sander die 9 ausgewählten Storys vor und die Nominierten präsentieren sich mit kurzen Videos. Die GewinnerInnen in den Kategorien Romance, Fantasy und Crime werden anschließend per Zuschauervoting bestimmt.

Live-Interview am 02.03. ab 20:00 @dieklartraeumer

Kein Stück weniger freue ich mich über die Einladung zum Live-Interview auf dem Instagram-Kanal @dieklartraeumer. Daniel Wünsch wird mich zum Thema luzide Träume ausfragen und wir sprechen über die Entstehung des Romans DreamWalker. Wie schafft man es über einen langen Zeitraum (bei DreamWalker waren es 16 Jahre) für eine Idee zu brennen: Mittwoch, den 02.03.22 20:00 live @dieklartraeumer.

Noch ein kleines Stück mehr, wenn das überhaupt möglich ist, freue ich mich auf meine erste LOVELYBOOKS Leserunde. Nachdem die Leserunde auf Instagram @visavismitautoren mit der tatkräftigen Unterstützung von Claudia @vikis.buecherblog und Sarah @sarahlippasson so toll gelaufen ist, hoffe ich, dass ich das Erlebnis wiederholen, vielleicht sogar übertreffen kann. Bis Sonntag, den 06.03.22 kannst Du Dich bewerben. Ich verschicke 9x die Hardcoverausgabe von Projekt DreamWalker. Mit dem gemeinsamen Lesen starten wir Freitag, den 11.03.22 inkl. entspanntem Chat abends auf Instagram zwischen 20:00 und 21:00 Uhr.

Bewirb Dich jetzt auf Lovelybooks für den Bookdate Contest nominierten, fantastischen Roman Projekt DreamWalker. Ich freue mich auf Dich.

Projekt DreamWalker E-Book

E-Book Projekt DreamWalker Die Schatten

Es ist so weit: Das erste E-Book der DreamWalker-Trilogie kann ab sofort gelesen werden. Taschenbuch und Hardcover folgen ab dem 14.01.2022. Das Taschenbuch erscheint bei BoD und ist damit in der jungen Verlagsgeschichte das erste Buch mit ISBN, das auch im Buchladen nebenan bestellt werden kann. Eine wunderbare Premiere über die ich mich besonders freue. Wenn Du magst, kannst Du Dir die ISBN schon mal notieren: 9 783755 740308.

Sprecherin Rebecca Veil DreamWalker Buchtrailer

Wie bereits geschrieben, haben Sarah und Claudia von Vis-à-vis mit Autoren und ich einen Buchtrailer gedreht und die Sprecherin Rebecca Veil hat eine Passage aus dem Roman vorgelesen. Rebecca hat eine wunderbare Stimme: auf der einen Seite jung und klar, auf der anderen Seite angenehm dunkel und melancholisch. Eine Mischung, die ich sehr mag und die gut zur Hauptfigur Isabella Lem passt.

Komponist Max Würden DreamWalker Buchtrailer (Foto von Sibylle Mall)

Abgerundet und vollendet wurde die Tonebene von Soundmagier Max Würden, mit dem ich schon an der Filmakademie Ludwigsburg zusammengearbeitet habe. Für den Kurzfilm Die Überlebende hat er die Musik komponiert und mit ihm habe ich meinen ersten Preis beim 1LIVE Plan B Kurzhörspielwettbewerb gewonnen. Die Kurzfilmanthologie LUCID DREAMS wurde deshalb Namensgeberin des Verlags. Auch die Musik des ÖDLANDHörbuchtrailers stammt von Max.

Posten werden Vis-à-vis und ich den DreamWalker-Buchtrailer Anfang Januar 2022 im Rahmen der offiziellen Veröffentlichung von Projekt DreamWalker Die Schatten.

Bloggerin Sarah Lippasson DreamWalker Buchtrailer

Ich wünsche Dir spannende Unterhaltung mit Projekt DreamWalker Die Schatten.

Vis-à-vis mit Bloggerinnen

Die Buchbloggerinnen Claudia Harms und Sarah Lippasson alias vis-à-vis mit Autoren haben sich mit mir zum DreamWalker Bootcamp in Neubrandenburg getroffen. Ich nutze die Gelegenheit und berichte an dieser Stelle ausführlich von dieser denkwürdigen Begegnung.

Manchmal führen Spontanität und Chaos zu kreativen Höhenflügen. Nicht immer, aber manchmal. Habe ich zumindest gehört. Claudia und Sarah beherrschen das Chaos, wenn sie nicht sogar in ihm geboren wurden. Ihrem Instinkt zu vertrauen ist für einen Autoren wie mich, der gern ein Jahr an einer Storyline arbeitet, nicht ganz einfach. Um es vorwegzunehmen, der Mut wurde belohnt und die Aktion hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ein fettes Danke für die tolle Zeit an Claudia und Sarah.

Drehort: Alte Schmiede Neustrelitz

Auf der Suche nach einer Unterkunft bin ich in der Alten Schmiede in Neustrelitz gelandet. Ein gemütlich restaurierter Klinkerbau mit netter Vermieterin, die uns die überdachte Kaminterrasse samt Holzvorrat für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt hat. Und wir mussten gut nachlegen, denn sobald die Sonne untergegangen war, wurde es frisch am Zierker See.

So fand sich der Autor wie ein Märchenonkel vor dem knisternden Feuer wieder vis-à-vis mit Bloggerinnen. Wir haben uns sorgfältig mit Mikrofonen verdrahtet, denn die Gespräche wurden zeitgleich von vier Kameras aufgezeichnet.

Claudia, Christoph und Sarah im DreamWalker Bootcamp

Auf dem Programm standen ein Interview zum ersten Buch der neuen DreamWalker Trilogie, das Ende 2021 erscheinen wird und eine Diskussionsrunde zum Thema Kategorien. Wie soll man DreamWalker einsortieren? Eine interessante Frage, auf die ich (trotz Diskussion) noch keine abschließende Antwort gefunden habe. Ist DreamWalker Fantasy? Ist es Science-Fiction? Ist es beides? Was erwarten LeserInnen von einem Buch in der Kategorie Urban-Fantasy?

So richtig perfekt passt DreamWalker in keine Kategorie. Negativ ausgedrückt: Die Geschichte sitzt zwischen den Stühlen. Positiv ausgedrückt: Sie wandert nicht auf ausgetretenen Genrepfaden. Das ist schön, hilft aber nicht, wenn das Buch nicht gefunden wird. Am ehesten träfe wohl Urban-Science-Fiction zu, aber die Kategorie gibt es leider (noch) nicht. Ich bin gespannt, wie ich mich am Ende entscheiden werde.

Gemütlich wurde es während der Lesung. Wir mussten Holz nachlegen und haben es etwas zu gut gemeint. Im Gesicht wuchsen Eiszapfen, während der Rücken geröstet wurde. Ich las das vierte Kapitel des ersten Buches und nutzte die Gelegenheit für letzte Änderungen. Sie flossen mit den Anmerkungen der Lektorin in die finale Version ein.

Dreharbeiten für den DreamWalker Buchtrailer

Außerdem haben wir an beiden Tagen am Ufer des Zierker Sees und in Neubrandenburg Material für den DreamWalker Buchtrailer gesammelt. Mit Makro- und Telebrennweiten erzählen wir den Schulweg der Hauptfigur Isa durch das Chaos und den Lärm der Stadt. Isas Lösung: ein Noise-Cancelling-Kopfhörer. Wenn der Stress zu groß wird, schöpft sie Kraft aus Naturgeräuschen. Sarah Lippasson hat sich als Isa zur Verfügung gestellt und ich habe sie mit der Kamera begleitet.

Ich bin gespannt, was Sarah und Claudia aus dem Material basteln werden und freue mich schon sehr auf das Ergebnis. Ich werde vorab vielleicht den einen oder anderen Schnipsel bei Instagram hochladen. DreamWalker 01 Die Schatten erscheint Ende Dezember 2021. Die Filme und eine vis-à-vis Leserunde folgen im Januar 2022.

Nun dauert es nicht mehr lang. Ich hoffe, Du freust Dich so sehr wie ich auf den ersten Band der DreamWalker Reihe.

Rückblick: BUCHBERLIN 2019

Am 23. + 24.11.2019 waren ÖDLAND und LUCID DREAMS zum ersten Mal auf der BUCHBERLIN zu Gast. Wie fällt unser Fazit aus? Kann man die BUCHBERLIN schon mit der Leipziger Buchmesse vergleichen? Handelt es sich um eine Veranstaltung mit eigenen Gesetzen und eigenem Publikum?

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ÖDLAND auf der BUCHBERLIN 2019

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber das Publikum der BUCHBERLIN ist noch einmal eine ganze Spur nerdiger, als die Messebesucher der LBM. Und wer die Leipziger Cosplay-Hölle kennt, weiß wovon ich rede. In Leipzig verirren sich auch „normale“ Verlage in die Hallen, während auf der BUCHBERLIN ein klarer Schwerpunkt auf Fantastik liegt. Nischenverlage und Selfpublisher müssen sich nach dem Licht strecken und sich (bis zu einem gewissen Grad) am Geschmack der Leserinnen und Leser orientieren und der ist fantastisch.

Ich wurde mehrfach von verwirrten, älteren Herrschaften gefragt, wo denn die „realistischen“ Geschichten geblieben seien. Ich weiß nicht, was die Leute haben, ÖDLAND ist sehr realistisch, wenn wir so weitermachen.

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Becca Braun & C. Zachariae vor dem LUCID DREAMS-Stand auf der BUCHBERLIN 2019

Uns hat es gefreut. Fantastisches Publikum ist unser Publikum. Das spezielle Interesse der Messebesucher zeigte sich auch in unseren Zahlen. Auf der BUCHBERLIN haben wir an zwei Tagen 680 € eingenommen. Auf der Leipziger Buchmesse waren es an vier Tagen 558 €. Hinzu kommt, dass die Standmiete in Berlin geringer ist und für uns weder Übernachtungs- noch Fahrtkosten anfallen. Alles in allem bleibt die Berliner Buchmesse (wenn man die reinen Zahlen betrachtet) trotzdem ein Minusgeschäft.

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Buchrückenbild der ÖDLAND-Reihe

Aber es zählen nicht nur die Buchverkäufe. Genauso wichtig sind Kontakte zu Bloggern, LeserInnen, AutorInnen und Verlagen. Besonders ein Kontakt, der sich am Ende der Messe ergabt, hat mich sehr gefreut. Er allein war den Aufwand wert. Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Ich berichte zu gegebener Zeit ausführlich.

Wenn alles gut geht, kann die ÖDLAND-Gesamtausgabe noch in diesem Jahr erscheinen. Ende Dezember wäre mein Wunschtermin. Die ersten drei ÖDLAND-Bücher sind aus dem Korrektorat zurück. Im Moment werden die Anhänge überprüft. Auch das Cover ist einen Schritt weiter. Wir haben uns auf den Schädelhaufen als Motiv geeinigt. Der Entwurf vereint mehrere Ziele. Zum einen kann man das Buch als Teil der ÖDLAND-Reihe erkennen, zum anderen ist die Gestaltung auffällig und andersartig genug, damit Leute, die die ÖDLAND-Reihe bisher nicht beachtet haben, dem Buch jetzt eine Chance geben. Ich hoffe, unsere Überlegungen erweisen sich richtig.

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Coverentwurf ÖDLAND-Gesamtausgabe von Colin M. Winkler

Leipziger Buchmesse 2019 – Ein Rückblick

LUCID DREAMS und ÖDLAND waren in diesem Jahr wieder mit einem kleinen Stand auf der Leipziger Buchmesse vertreten.

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C. Zachariae, ÖDLAND-Lesung auf der LBM 2019

Die Standgröße (2 m²) ist die kleinstmögliche und Selfpublishern vorbehalten. Kleinverlage können sie nicht buchen. Kann ich die Standgröße empfehlen? Kann ich als Selfpublisher die Anwesenheit auf der Buchmesse überhaupt empfehlen? Wie fällt meine Bilanz aus?

Was habe ich mit dem Verkauf von Büchern verdient und für Standmiete, Übernachtung, Parkgebühren, etc. ausgegeben? Wenn ich die reinen Zahlen betrachte, fällt das Fazit ernüchternd aus, dann habe ich Minus gemacht. Ein Überschlag:

Kosten:

  • 495 € Standmiete (2m² inkl. Standbau und „Medienpauschale“, Early-Bird-Rabatt)
  • 327 Druck Bücher
  • 207 € Druck Postkarten
  • 60 € Druck Poster
  • 184 € Hostel (Doppelzimmer, 3 Nächte)
  • 26 € Fahrtkosten (halbe Tankfüllung, Berlin-Leipzig und zurück)
  • 24 € Parkgebühren (4 Tage)
  • 18 € Zahnstangenschloss (nicht im Standbau enthalten)

Gesamt:

  • 1341 €

Einnahmen aus Buchverkäufen:

  • 558 €

Das entspricht einem „Minus“ von 783 €. Aber darf man die nackten Zahlen eines Messeauftritts beurteilen? Welchen „Wert“ haben die Kontakte, die man knüpft und pflegt? Die Begegnung mit Leserinnen und Lesern ist nirgendwo so ehrlich wie auf der Leipziger Buchmesse. Es ist genau dieser „direkte Draht“ für den sich die Anwesenheit auf der Messe lohnt und der „wertvoller“ ist, als 783 €.

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Christoph Zachariae vor ÖDLAND-Stand, LBM 19

Einige Messebesucher hielten mich z. B. für einen Verkäufer, weil sie nicht davon ausgingen, dass sich der Autor persönlich von morgens bis abends an den Stand stellt. Neue Interessenten standen neben LeserInnen, die die Reihe bereits kannten und fragten sie, ob sie die ÖDLAND-Bücher empfehlen könnten. Da ich nur „Verkäufer“ war, bekam ich in diesen Momenten ungefiltertes Feedback. Zu meiner Freude fiel es positiv aus. 😀 Solche Begegnungen sind nur auf der Leipziger Buchmesse möglich.

Hört sich positiv an. Kleiner Stand, trotzdem Publikum. Aber es gibt Faktoren, die man berücksichtigen muss, bevor man sich für einen Selfpublisher-Stand entscheidet. Da ist z. B. die ungünstige Lage der Selfpublisher-Ecke, die meiner Meinung nach von der Messe mit voller Absicht so geplant wurde. (Nach dem Motto: Ministände müssen Nachteile haben, damit nicht alle Selfpublisher diese Standgröße buchen.)

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Selfpublisher-„Ecke“ in Halle 5, LBM 19

Wie man an der Skizze erkennen kann, liegen die kleinen Stände nicht am Laufweg (grün), sondern bilden eine Bucht hinter (!) dem Publikum der Selfpublisher-Lesungen. Laufkundschaft verirrte sich entsprechend selten in die Ecke. Man musste sich in den Besucherstrom stellen, Passanten direkt ansprechen und sie zum Stand locken, wie ein Anreißer vor dem Restaurant. Das funktioniert, aber es ist offiziell nicht erlaubt. (!) Offiziell darf man nur vor seinem Stand Flyer verteilen. (!) Als Selfpublisher ist man gezwungen gegen die Messerichtlinien zu verstoßen, weil sonst nicht genug Leute zum Stand kommen. Es gibt immer Menschen, die sich Standnummern notieren, aber die sind in der Unterzahl. Entscheidend ist das Laufpublikum und das läuft an den Selfpublishern, im wahrsten Sinne des Wortes, vorbei. Hinzu kommt, dass der Verkauf von Büchern direkt am Stand nur am Sonntag erlaubt ist. (!) Möchte man an allen vier Tagen verkaufen, muss man die mobilen Kassen der Messe nutzen und 38% der Einnahmen abtreten. In Worten: Achtunddreißig Prozent. (!) Das muss man wissen, bevor man sich für einen 2 m²-Stand in der Selfpublisher-Ecke entscheidet.

Zusammenfassend kann man sagen, ein Messeauftritt ist Werbung und Werbung kostet Geld. Buchverkäufe sind Luxus. LeserInnen sehen ein Buch und wollen es gern mitnehmen und diesen Wunsch sollte ein Verlag erfüllen. Aber Buchverkäufe können den Messeauftritt nicht refinanzieren. Ich vermute, dass die Verhältnisse bei großen Verlagen nicht anders sind. Große Stände verkaufen möglicherweise mehr Bücher, aber die Standmiete ist entsprechend höher und sie sind deutlich personalintensiver.

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B. Braun und C. Zachariae vor ÖDLAND-Stand, LBM 19

Vielen Dank an alle LeserInnen und Leser, die uns in Halle 5 gefunden haben. Tatkräftig unterstützt wurde ich in diesem Jahr von der Bloggerin und Autorin Becca Braun, von der auch die Fotos stammen. Sich aufteilen und mit mehreren Interessenten gleichzeitig sprechen zu können, war eine der besten Erfahrung, die ich auf der diesjährigen Messe gemacht habe. Es hat uns so gut gefallen, dass wir in Erwägung ziehen nächstes Jahr in Halle 2 zur Fantastik umzuziehen. Dann wären wir endlich, wo wir hingehören. 😀

Sehr gefreut hat mich, dass auf der ÖDLAND-Lesung am Sonntag alle Plätze belegt waren und sogar Passanten stehen geblieben sind, um Megas Abenteuern zu lauschen. Meine bis dato bestbesuchte Lesung, was mich sehr glücklich gemacht hat.

Hier ein paar Eindrücke von der Messe:

 

Der schwarze Himmel

Nachlese Leipziger Buchmesse: Ein eigener Stand auf der Leipziger Buchmesse ist tatsächlich so anstrengend, wie ich vermutete habe.

18-03-22 Bühne mit Vanida 01

ÖDLAND-Lesung mit V. Karun und C. Zachariae, Foto: S. Messing

Dafür gibt es spannende Gespräche mit LeserInnen, BloggerInnen, Selfpublishern, ArchäologInnen, Wasserwirtschaftsstudenten und Hörbuchverlagen. Es ist noch zu früh für eine endgültige Bilanz, aber ich hatte meinen Spaß und das ist die Hauptsache.

Der häufigste Satz, den ich gehört habe: „Ich verstehe nicht, wie Du es hier vier Tage ohne Stuhl aushalten willst.“ Der häufigste Satz, den ich sagen musste: „Der erste ÖDLAND-Band ist bereits vergriffen.“

18-03-22 von Cassy vor Stand 01

Am LUCID DREAMS Messestand, Foto: C. Krammer

Ich habe vieles richtig eingeschätzt, unter anderem die Wichtigkeit von T-Shirts. Sie helfen Messebesuchern bei der Orientierung und senken die Hemmschwelle. Der sieht irgendwie „offiziell“ aus, der darf angequatscht werden. Falsch eingeschätzt habe ich die Menge an Büchern, die man mitnehmen muss. In meinem jugendlichen Wahnsinn war ich davon ausgegangen, dass sich die Nachfrage gleichmäßig auf die Bände der ÖDLAND-Reihe verteilen würde. Dem war jedoch nicht so. 80 % der Standbesucher kannten ÖDLAND noch nicht, hätten aber sofort den ersten Band mitgenommen. Der war dummerweise schon am ersten Tag vergriffen. Auf der nächsten Messe bin ich schlauer.

Die Lesung mit der Hörbuchsprecherin Vanida Karun hat viel Spaß gemacht und sie kam gut bei den Zuhörern an. Zum Glück ist uns der Stress, den wir im Vorfeld hatten, auf den Bildern nicht anzusehen.

18-03-22 Stand mit Vanida 01

Vanida Karun und Christoph Zachariae

Vanida ist nämlich auf dem Hinweg im Schneechaos stecken geblieben und hat sich auf den letzten Kilometern von Bitterfeld nach Leipzig ein Großraumtaxi teilen müssen. Aber sie kam rechtzeitig an und alles hat geklappt. Für sie war es der erste Besuch der Leipziger Buchmesse und sie hat mir versichert, dass sie trotz Chaos Spaß hatte. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei ihr bedanken, für ihr Engagement und eine wundervolle ÖDLAND-Lesung.

Standnachbarn versuchten, mit skurrilen Ideen Leser zu gewinnen. Da war z. B. der Tischler im Clownskostüm, eine Mischung aus Rattenfänger von Hameln und Till Eulenspiegel, der eine übergroße Stoffmaus an einem Seil hinter sich herzog.

10-03-22 vor Stand Bücher signieren

„Signierstunde“ am LUCID DREAMS Messestand, Foto: V. Karun

Außerdem gab es eine rothaarige Elfe im Alice-im-Wunderland-Kostüm, die einem Plastikkobold auf der Schulter sitzen hatte. Eigenen Angaben nach verdankte sie diesem Kobold ihre erotischen Fantasien und ihre Kurzgeschichten.

Beeindruckt hat mich die Unterstützung, die die junge Autorenkollegin Lena Kiy (aka Tokihara) von ihrer Familie bekam. Vater und Mutter hatten sich extra Urlaub genommen, um den Stand der Tochter zu betreuen. Lenas Auftritt machte (neben dem von LUCID DREAMS natürlich) den professionellsten Eindruck unter den Selfpublishern. Immer, wenn es knallte und ich dachte, es wäre der erwartete Anschlag auf die Buchmesse, war es doch nur einer von Lenas 99 Luftballons.

Aktion Verlosung Buchmessegoodies: Die Bloggerin Sonja Mues hat Goodies wie Autogramme, Verlagsprogramme, Leseproben, etc. zu zwei Goodiebags zusammengestellt und verlost sie auf ihrer Facebook-Seite.

18-03-22 Bühne mit Vanida 02

ÖDLAND-Lesung auf der LBM 18

Exklusiv dabei: Zwei ÖDLAND-Postkarten signiert von Christoph Zachariae. Bis zum 27. März kannst Du noch an Sonjas Gewinnspiel teilnehmen.

Status ÖDLAND V: Nach der Messe kann ich der Arbeit am fünften und abschließenden Band der ÖDLAND-Reihe nun wieder meine ungeteilte Aufmerksamkeit widmen. In der zweiten Überarbeitung habe ich Seite 308 von insgesamt 803 Seiten erreicht.

Neue Wallpaper: Der Coverdesigner Colin M. Winkler hat neue Wallpaper für uns angefertigt.

ÖDLAND IV eins 1920x1200

ÖDLAND IV Wallpaper Weit mit Titel

Ab sofort stehen sie in der Wallpaper-Galerie und in diesem Blogeintrag zum Download zur Verfügung. Wie kannst Du ein ÖDLAND-Wallpaper auf Deinem Rechner installieren? Einfach auf die Bilder klicken, oder in der Galerie auf den Button Bild in Originalgröße anschauen (unten rechts). Sobald das Bild vollständig angezeigt wird, machst Du einen Rechtsklick und wählst im Untermenü: Als Bildschirmhintergrund einrichten … Fertig. Wir wünschen viel Spaß mit den neuen ÖDLAND IV Wallpapern.

Aktion im ÖPNV Berlin: Noch bis Ende März sind in den Berliner S-Bahnen ÖDLAND-Poster zu finden.

ÖDLAND IV zwei 1920x1200

ÖDLAND IV Wallpaper Nah mit Titel

Wer ein ÖDLAND-Poster entdeckt und ein Foto des Posters auf Facebook teilt (mit Link zur LUCID DREAMS Facebook-Seite) bekommt ein signiertes ÖDLAND IV Taschenbuch geschenkt. In den Berliner S-Bahnen lohnt es sich also, genau wie im ÖDLAND, die Augen offen zu halten, denn:

„Wir sind die Unsichtbaren. Wer uns sieht, gehört zu uns.“

Vielen Dank an alle, die ihre Augen und Herzen offen gehalten haben. Hier eine weitere Zusammenstellung von Sichtungsfotos:

 

Cannes-Premiere: ÖDLAND Der Keller

Autorin und Youtuberin Nicky Fee begleitete mich während der glanzvollen Premiere des ersten ÖDLAND-Films auf den Filmfestspielen in Cannes. Hier ihr Bericht:

Wie Ihr Euch vermutlich bereits gedacht habt, handelt es sich natürlich um eine fiktive Filmpremiere. Ich hoffe Ihr verzeiht mir die Clickbait-Überschrift, ich konnte nicht widerstehen. ÖDLAND spielt leider nicht die Hauptrolle in dieser Short Story von Nicky Fee, aber immerhin eine wichtige Nebenrolle, genau wie ich selbst, renommierter (hust) Autorenfilmer Christoph Zachariae. Beim Lesen habe ich doch das eine oder andere Mal schmunzeln müssen und gedacht: „Wär doch eigentlich ganz schön, so ein ÖDLAND-Film.“ Ich jedenfalls würde mir ÖDLAND Der Keller sofort ansehen. Düstere Endzeit mit tragischer Liebesgeschichte. Genau mein Ding.

Glücklicherweise müssen wir uns hier und heute nicht mit der Frage auseinandersetzen, warum es ganz sicher nie eine ÖDLAND-Premiere in Cannes geben wird, sondern können einfach mal so tun, als wäre der Traum wahr geworden. Wer mag, kann etwas im fiktionalen ÖDLAND-Glamour schwelgen mit schicken Anzügen, tollen Abendkleidern und einer gefeierten Buchverfilmung.

Nickys Kurzgeschichte ist eine Romanze in bester Notting Hill-Tradition. Fangirl Nicky läuft ihrem „heimlichen“ Schwarm Jay Hagson (Name des Schauspielers wurde geändert, Anm. d. Bloggers), einem britischen Schauspieler, während der Filmfestspiele in Cannes über den Weg und weiß nicht so recht wohin mit ihrem Glück, denn der nette Gentleman verguckt sich (natürlich) sofort in sie.

Man muss die Kurzgeschichte nicht gelesen haben, um ÖDLAND IV Viktoriastadt verstehen zu können. Es handelt sich weder um ein Pre- oder Sequel, noch um ein Spin-off, aber wer sich eine ÖDLAND-Verfilmung vorstellen kann, kommt in Nickys Gedankenspiel voll auf seine Kosten, deshalb wollte ich Euch Cannes mit freundlicher Genehmigung der Autorin nicht vorenthalten.

Genug der Vorrede. Vorhang auf und Bühne frei für Nicky Fees: Cannes.

 

Autoren-Steckbrief Christoph Zachariae

Stephie Schnuppe (aufmerksamen Lesern auch bekannt als ÖDLAND III Testleserin) hat mich kurz nach der Veröffentlichung von ÖDLAND I für ihren Blog ‚Lies und Lausch‘ interviewt.

Bloggerin & Testleserin Stephie Schnuppe

Stephies wundervolles Mitbringsel


 

Da ‚LIES und LAUSCH‘ aus organisatorischen Gründen eingestellt werden musste, verschwand Stephies netter Autoren-Steckbrief über Nacht im Nirwana des Internets. Deshalb poste ich ihn hier noch einmal.


AUTOREN-STECKBRIEF Christoph Zachariae

Stephie: Wie kamst du zum Schreiben?

Christoph: In der zehnten Klasse hatte ich einen eigenwilligen Religionslehrer. Er forderte uns auf Geschichten zu schreiben, wollte aber kein Thema vorgeben. Ich ging mit Feuereifer an die Arbeit, was im Religionsunterricht eher selten vorkam. Am Ende der Stunde haben wir vorgelesen. In der Pause geschah das Wunder: Mitschüler kamen zu mir und lobten meine Geschichte, einfach so, ohne dass jemand sie dazu aufgefordert hätte. Ich war sehr aufgeregt. Als ich nachmittags mit dem Fahrrad nach Hause fuhr schien die Sonne und der Himmel war klar und endlos.

Stephie: Warum gerade eine Dystopie?

Christoph: Als Kind sah ich den Film ’The Day After’. Er hat mich schockiert und verstört. Seitdem bin ich fasziniert vom Genre Endzeit. Dort ist alles existentiell reduziert, der Spielraum eingeengt. Die Entscheidungen der Figuren haben unmittelbare Auswirkungen auf ihr Leben. Im Herzen der Dystopie liegt außerdem immer eine starke, romantische Melancholie. Die Sehnsucht nach einer besseren Welt, die es nie geben wird, weil Menschen nun mal so sind, wie sie sind. Endzeit vereint Romantik, Melancholie und Gewalt auf eine Art und Weise, der ich mich nicht entziehen kann.

Stephie: Woher nimmst du deine Ideen?

Christoph: Inspirationen kommen aus Büchern, Comics, Filmen und Videospielen.

Stephie: Wo schreibst du?

Christoph: Am Schreibtisch in meinem Arbeitszimmer. Zwei alte Seitenteile, Erbstücke von der Großtante, auf denen eine schlichte Arbeitsplatte liegt. Ich brauche Platz und Ruhe. Für mich gibt es nichts Schrecklicheres als Großraumbüros. Menschen, die mit Laptops in Cafés sitzen, tun dies nicht, um zu arbeiten. Selbst Besprechungen in der Öffentlichkeit finde ich anstrengend.

Stephie: Wann schreibst du?

Christoph: Nachmittags, wenn mein Kopf frei ist. Schreiben ist nichts was auf Abruf funktioniert. Ich brauche immer eine gewisse Zeit um „warm“ zu werden. Mehr als vier Stunden am Stück schaffe ich meistens nicht. Irgendwann lässt die Konzentration nach. Dann ist es besser aufzuhören.

Stephie: Computer oder Kugelschreiber?

Christoph: Definitiv Computer. Alles andere ist unpraktisch. Meinen ersten (unvollendeten) Fantasyroman habe ich noch mit der Hand geschrieben. Immerhin 414 Seiten. Ich hatte jedoch keinen Plan, keine Outline und wusste nicht wo ich hin will. Seitdem entwickle ich, bevor ich mit der Ausarbeitung beginne, immer erst ein grobes Handlungsgerüst.

Stephie: Schreiben ist für dich…?

Christoph: Lebenswichtig. Selbst im Urlaub, wenn ich eigentlich entspannen sollte, kann ich nicht anders. Ob in den Tropen, oder in Norwegen. Ich zwinge mich inzwischen dazu mindestens einen Tag in der Woche NICHT zu schreiben, weil ich gemerkt habe, dass es mich körperlich zu sehr mitnimmt, wenn ich zwischendurch nicht abschalte. Die Zwangspausen wirken Wunder. Der freie Sonntag ist eben auch für Autoren eine sehr vernünftige Einrichtung.

Stephie: Das Lieblingsbuch als Kind/Lieblingsbuch heute?

Christoph: Als mein Bruder und ich klein waren hat meine Mutter uns ’Der kleine Hobbit’ und ’Der Herr der Ringe’ vorgelesen. Sie hat uns die Namen erklärt und uns erinnert: „Das ist Arwen, die Elbin, die kam in Elronds Haus schon mal vor.“ Sie kannte die Bücher auswendig und ist eine prima Vorleserin. Fernsehen wird plötzlich sehr uninteressant, wenn man als achtjähriger der Schlacht vor den Toren von Minas Tirith lauschen und erleben darf, wie Eowyn, eine sterbliche Menschenfrau den Fürst der Nazgul, den Hexenkönig von Angmar erschlägt. Heute ist ’Der Herr der Ringe’ noch immer ein wichtiges Buch für mich, doch es gibt viele andere Bücher, die ich ebenfalls liebe. Dazu gehören ’Krabat’, ’Das Parfum’ und ’Unten am Fluss’ aber auch ’Picknick am Wegesrand’, ’Snowcrash’ und ’Ubik’.

Stephie: Lieblingsautor?

Christoph: Früher war es Steven King. Heute ist es Philip K. Dick.

Stephie: Was bringt dich zum Lachen?

Christoph: ’Big Bang Theory’ finde ich sehr lustig, weil ich mich da prima wiederfinden kann. Bevor meine Studieninhalte an der Filmakademie Ludwigsburg etwas praktischer wurden, habe ich in Bochum Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften studiert. Das hochgestochene Akademikergeschwafel unterscheidet sich nur in den Fremdworten, läuft aber immer auf dasselbe hinaus: „Ich bin schlauer als du.“ Und genau wie die Jungs aus Big Bang Theory hingen wir in der Realität in Comicläden und Videotheken herum und haben Star Wars Bausätze gekauft, um sie nicht auszupacken.

Stephie: … und zum Weinen?

Christoph: Ich bin nah am Wasser gebaut. Als Person, die ergreifende, traurige Geschichten mag und schreiben möchte, ist es wichtig, emotional zu reagieren. Geschichten, die ich liebe sind deshalb meistens Geschichten, die mich zu Tränen gerührt haben.

Stephie: Wie oft googelst du deinen Namen?

Christoph: Mit LUCID DREAMS bin ich quasi auch als „Verleger“ tätig und muss prüfen ob Pressemeldungen aufgegriffen wurden, oder ob irgendwo etwas geschrieben wurde. Sich selbst zu googlen ist heutzutage notwendig, um die Außenwahrnehmung abschätzen zu können. Man sollte wissen, was es da zu finden gibt.

Stephie: Dein Lieblingsfilm?

Christoph: Ich mag ’Stalker’ von Tarkovskiy und ’Aliens’ von Cameron. Ich mag die bösen Filme der 70er, wie ’Wer Gewalt sät’ von Peckinpah und ’Beim Sterben ist jeder der Erste’ von Boorman und die bösen Filme der Gegenwart, wie ’Eden Lake’ und ’High Tension’. Ich liebe ’Donnie Darko’, ’Stand by me’ und ’Paris, Texas’ von Wim Wenders.

Stephie: Liebstes Reiseziel?

Christoph: Australien. Ich war zwei mal dort. 2001 und 2006. Es gibt nichts cooleres, als mit einem V8 Automatik die Great Ocean Road hinunter zu fahren.

Stephie: Hast du Hobbys?

Christoph: Wenn ich es zeitlich einrichten kann zocke ich gern. Die Zeiten in denen Leute mit der Stirn runzelten sind zum Glück vorbei. Viele Innovationen gehen heute von Computerspielen aus, weil man mit ihnen ganz hervorragend Geschichten erzählen kann. Branchengrößen wie Alex Garland schreiben inzwischen für Computerspiele. Im besten Fall sind sie anderen Medien überlegen.

Stephie: Drei Dinge, ohne die du verloren wärst?

Christoph: Kaffee, meine Lektorin, das limbische System.

Stephie: Deine Stärken?

Christoph: Ich kann zuhören (wenn ich will) und habe Ideen (auch wenn ich nicht will).

Stephie: Deine Schwächen?

Christoph: Ab und zu etwas verpeilt, zu selbstkritisch, manchmal zu arrogant. Das passt jetzt nicht zusammen und genau das ist das Problem.

Stephie: Etwas, worauf du stolz bist?

Christoph: Als Autor von Darkside Park 1 Episode 3 ’Der Gesang der Ratten’ dazu beigetragen zu haben, dass Nana Spier den Preis als beste Sprecherin auf dem Ohrkanus 2010 gewinnen konnte. Das hat mich sehr gefreut, weil sie ihre Sache toll gemacht hat und weil es mein erster Ausflug in die Hörbuchbranche war.

Stephie: Ein besonders schöner Tag deines Lebens?

Christoph: Es gab tatsächlich einen schönen Tag in meinem Leben. Ich war ein kleiner Junge, lag unter einen Baum im Gras und sah in den Himmel hinauf. Ich lag einfach da und hörte den Bienen zu. Rückblickend habe ich das Gefühl, dass ich den ganzen Tag dort gelegen habe, doch es waren wahrscheinlich nur ein paar Stunden. Doch in dieser Zeit wurde mir einiges klar. Später habe ich einen Kurzfilm über meine Erkenntnisse gedreht. Er hieß: ’Als ich die Welt verstand’. Inhalt: Die Eltern eines kleinen Jungen sind Außerirdische. Sie quälen ihn mit gesundem Essen und machen eigenartige Experimente mit ihm.

Stephie: Der wichtigste Mensch?

Christoph: Meine Mutter. Weil sie mich von Anfang an unterstützt und mich immer motiviert hat und weil sie eine Außerirdische ist.

Stephie: Hast Du eine Art Lebensmotto?

Christoph: „Der Weg ist das Ziel. Wenn das Ziel fern ist, ist der Weg lang.“ Konfuzius