Der Große Träumer

DreamWalker II Instagram-Beitrag

Am 02.01.2023 erscheint der zweite Band der DreamWalker-Trilogie: Projekt DreamWalker Der Große Träumer.

DreamWalker II Instagram-Story

Mach mit beim DreamWalker II Cover-Flashmob! 😀 Poste am 02.01.2023 einen DreamWalker-Beitrag oder eine DreamWalker-Story auf Instagram und tagg mich: @lucid_dreams_zac. Unter allen TeilnehmerInnen verlose ich 4x die gebundene Ausgabe des zweiten Buches.

Klicke auf das Bild, das Dir am besten gefällt, um es zu vergrößern und lade es mit Rechtsklick „Grafik speichern unter …“ auf Deinen Desktop. Das 9 zu 16 Format ist für Deine Instagram-Story, das 1 zu 1 Format kannst Du für einen Instagram-Beitrag verwenden.

TeilnehmerInnen der DreamWalker-Leserunden habe ich DIN-A5 Postkarten zugeschickt: DreamWalker I und DreamWalker II – Ein Vergleich. (Siehe unten.)

Mögliche Hashtags: #dreamwalker #luciddreams #dream #traum #klartraum #fantastik #fantasy #sciencefiction #christophzachariae #flashmob #verlosung #coverart #fantasyart #dergrossetraeumer

Wenn Du DreamWalker noch nicht kennst, kannst Du Dir einen Eindruck verschaffen im wunderbar gestalteten Interview auf Andrea Oberhofers Buchblog Printbalance.

Ich freue mich, wenn Du beim Cover-Flashmob mitmachst und wünsche Dir traumhaft spannende Unterhaltung mit: Projekt DreamWalker Der Große Träumer.

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Projekt DreamWalker Der Große Träumer

Projekt DreamWalker Der Große Träumer

In wenigen Tagen erscheint der zweite Band der DreamWalker-Trilogie. Corinna Rindlisbacher konvertiert zurzeit das E-Book, Taschenbuch und Hardcover werden im Februar 2023 veröffentlicht. Ich habe für den Großen Träumer getan, was in meinen Möglichkeiten stand. Jetzt muss er allein in die Welt hinaus. Es ist immer ein merkwürdiger Moment, wenn man eine Geschichte loslässt, an der man viele Jahre gearbeitet hat. In diesem Augenblick wird der Traum real.

Ich mag die Fortsetzung. Einige Kapitel des zweiten Buches gehören zu den intensivsten und emotionalsten der gesamten Trilogie. Ich habe als Gradmesser nur meinen Geschmack (und den der Lektorinnen und TestleserInnen), aber wenn ich nach dem hundertsten Lesen noch etwas empfinde, kann ich nicht grundsätzlich falschliegen. Ich bin gespannt, wie Du auf Isas Erlebnisse im Ewigen Traum reagierst und wie Der Große Träumer Dir gefällt.

Ich habe überlegt, mit welcher Aktion ich die Veröffentlichung begleiten kann. Auf der BUCH-BERLIN hat mir die Bloggerin Elena Ernst geraten, einen Cover-Flashmob zu veranstalten. Da ich nicht der Einzige bin, habe ich mir etwas einfallen lassen: Ich liebe DIN-A5-Postkarten. Sie sind quasi mein Markenzeichen. Vom ersten Jahr an habe ich sie auf der Leipziger Buchmesse verteilt. Zunächst auf der Fußgängerbrücke neben dem 3Sat-Stand, später in der Selfpublisherecke und demnächst im Bereich Fantastik. Ich werde DIN-A5-Postkarten drucken, sie verschicken und die EmpfängerInnen bitten am Tag der Veröffentlichung ein Foto der Postkarten auf Instagram zu posten. Wenn alle mitmachen, haben wir einen kleinen Cover-Flashmob. 😀

Hast Du Lust, dabei zu sein? Schick mir Deine Adresse per E-Mail czachariae@gmx.de oder per Instagram PN @lucid_dreams_zac und Du bekommst DreamWalker-Post. Ich freue mich, wenn Du dabei bist.

Wieder haben Bloggerinnen DreamWalker gelesen und Rezensionen geschrieben. Ich habe eine Auswahl für Dich zusammengestellt:

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Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass der Bloggerin Manulea Hahn, die Lesenswertes aus dem Bücherhaus vorstellt, mein Humor gefällt. Vielen Dank, Manuela. Humor ist eine Disziplin, mit der ich lange gehadert habe. Zu Beginn meiner Schulzeit war ich fest davon überzeugt, dass ich total unkomisch bin und sich daran nichts ändern wird. Im Laufe der Zeit ist das Verhältnis zum Glück lockerer geworden und jetzt macht es mir sogar Spaß, Dialoge pointiert zu formulieren. Geholfen hat mir John Vorhaus. In seinem Buch Handwerk Humor schreibt er, das Humor im Wesentlichen aus zwei Elementen besteht: Wahrheit und Schmerz.

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Bei der Bloggerin Alica Tetzlaff muss ich mich besonders bedanken. Sie hat es trotz Doppelbelastung geschafft, DreamWalker zu lesen und eine Rezension auf Ihrem Blog Crashies Wonderland zu veröffentlichen. Dort bloggt sie nicht nur über Bücher, sondern auch über Filme, Serien und Computerspiele. Wir teilen die Liebe zum Zocken und die zu Michael Ende. Vielen Dank, Alica.

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Vivien Strebelow, Bloggerin auf A Winter Story, konnte in DreamWalker (zum Glück) nichts Negatives finden und hofft, dass der Druck auf DreamWalker 2 nicht zu groß wird. Dem kann ich mich nur anschließen. Ich hoffe, dass Band 2 Deinen Erwartungen gerecht wird und Dich weiterhin spannend unterhält. Vielen Dank, Vivien.

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Ich hatte Petra-Susanne Bode zufällig angeschrieben, als meine zweite Lovelybooks-Leserunde startete. Weil es sich anbot, habe ich sie gefragt, ob sie dort mitlesen will, was sie zu meiner Freude getan hat. In ihrem schönen Garten hat sie Fotos mit Traumfängern und Spiegeln gemacht. Vielen Dank, Petra-Susanne.

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Connie Ruoff vom Bücherblog Schreibblogg hat Philosophie und Germanistik studiert und ihre Rezension mit #kindlequotes aufgewertet. Eine gute Art, den Text abwechslungsreich zu gestalten. Vielen Dank, Connie.

Vielen Dank an alle BloggerInnen, die DreamWalker gelesen und rezensiert haben. Ich hoffe, Du freust Dich so sehr wie ich auf: Projekt DreamWalker Der Große Träumer.

Band 02 im Korrektorat

Die ersten drei Novemberwochen waren schreibtechnisch sehr intensiv. Ich habe Imagefilme, Konzepte, Einkäufe und Friseurtermine liegen lassen und mich nur noch um DreamWalker 02 gekümmert. Der Grund: Die Lektorin Johanna Badorrek hatte eine gute Idee. Um sie und die Anmerkungen der TestleserInnen Sara Landvogt, Suse Kunze und Dominik Altherr einzuarbeiten, standen mir allerdings nur die genannten drei Wochen zur Verfügung. Knapp bemessen, wenn man anschließend ohne Umwege ins Korrektorat gehen möchte.

Arbeitszimmer LUCID DREAMS

Ich habe die Telefone ausgeschaltet, die Haustür abgeschlossen und mich vollständig auf DreamWalker 02 konzentriert. Sehr intensiv, ein echter NaNoWriMo. Es war lustigerweise schon öfter so, dass meine finalen Überarbeitungen mit dem National Novel Writing Month zusammenfielen, aber in dieser Konsequenz habe ich mich tatsächlich noch nie ins Schreiben vertieft.

Die Konzentration hat Vorteile. Man verliert den roten Faden nicht so schnell aus den Augen und wird sensibel für Wiederholungen. Ich bin kein zügiger Leser, aber ich mag es nicht, wenn Ereignisse rekapituliert werden, die erst vor drei Kapiteln stattgefunden haben. Zu Beginn des zweiten Bandes gibt es natürlich ein paar grundlegende Auffrischungen, aber auch hier muss man (davon bin ich überzeugt) so schreiben, dass die Bücher auch direkt hintereinander gelesen werden können.

Das Wichtigste zuerst: Der Untertitel des zweiten Buches hat sich geändert. Aus Projekt DreamWalker Die Gottesanbeterin wird Projekt DreamWalker Der Große Träumer. Ich mochte den alten Untertitel. Ein sprechender Begriff, der Isas Entwicklung unterstreicht, doch aus Gründen, die ich nicht erklären kann, ohne zu viel zu verraten, schien mir Der Große Träumer, doch der passendere Untertitel zu sein.

Am Teufelssee in Köpenick

Du fragst Dich jetzt vielleicht, was die geniale Idee war, für die ich alles stehen und liegen lassen habe. Gute Ideen sind schlicht und wirkungsvoll und so war es auch in diesem Fall. Die Lektorin hat vorgeschlagen, bestimmte, markante Handlungselemente der Vergangenheit, die nicht zwingend dort passiert sein müssen, in die Gegenwart der Erzählung „zurückzuholen“. Ich habe sie mit Dialogen versehen und ihnen mehr Raum verschafft. Das macht sie aktiver, präsenter und besser erinnerbar. Die beteiligten Figuren erhalten eine zusätzliche Dimension und damit mehr Tiefe.

Auch das Cover des zweiten Buches ist fertig. Colin M. Winkler, der Illustrator und Alex Kopainski, der Coverdesigner, haben wieder ihre Magie gewirkt und ich bin einmal mehr sehr dankbar, sie an Bord zu haben. Es ist schwierig als Autor etwas zum Cover zu sagen, ohne in Selbstbeweihräucherung zu verfallen. Man findet sein Cover immer schick, deshalb zählt meine Meinung nicht wirklich. Ich bin jedoch so frei und sage sie Dir trotzdem: Ich mag das Cover des ersten Buches, aber das Cover des zweiten gefällt mir noch ein ganzes Stück besser. Der aufmerksamen BetrachterIn verrät es nämlich ein wohlgehütetes Geheimnis des Ewigen Traums. Ich freue mich schon sehr darauf, Dir das neue Cover vorzustellen.

Und hier der Klappentext für Projekt DreamWalker Der Große Träumer:

Isa kehrt in den Ewigen Traum zurück, um ihren verschollenen Vater zu suchen.

Die Nachtschichten im Schlaflabor an der Seite des wissenschaftlichen Assistenten Roberto wecken widersprüchliche Gefühle in der menschenscheuen Einzelgängerin.

Für ein riskantes Unternehmen gewinnt sie den Exilanten Howard als verschwiegenen Unterstützer. Gemeinsam bitten sie die Gemeinschaft der Träumer um Hilfe und stoßen auf unerwarteten Widerstand. Ein Fraktionsführer zweifelt an Isas Fähigkeiten und schickt sie auf eine gefährliche Mission.

Zur selben Zeit trifft Isas Vater einen mysteriösen Unbekannten, der ihm das Geheimnis des Ewigen Traums zeigen will.

Kann Isa ihren Vater finden, bevor er dem Ewigen Traum verfällt?

Ich hoffe, Du freust Dich so sehr wie ich auf Projekt DreamWalker Der Große Träumer.

DreamWalker Coverdesign

Traumforscher Dr. Jakob Lem arbeitet im Schlaflabor der Berliner Charité an der revolutionären Behandlungsmethode, Therapeuten in die Träume anderer Menschen zu schicken: Projekt DreamWalker.

Seine fünfzehnjährige Tochter Isabella ist hochsensibel. Sie hält sich von Geräuschen und Menschen fern und zeichnet lieber Insekten im Garten. Nur in ihren Träumen ist sie frei, denn Isa ist Klarträumerin, genau wie ihr Vater. Dr. Lem fördert das Talent seiner Tochter und will sie zur DreamWalkerin ausbilden.

Nach einem Verkehrsunfall liegt Dr. Lem im Koma und Projekt DreamWalker droht das Aus. Isa kann sich ein Leben ohne ihren Vater nicht vorstellen. Zum ersten Mal geht sie ein Risiko ein und bricht als DreamWalkerin zu einer Reise ins Unbekannte auf.

Kann Isa den Traum ihres Vaters finden und ihn aus dem Koma wecken?

Cover DreamWalker Die Schatten

Alexander Kopainski hat das Coverdesign für den ersten Band der neuen DreamWalker-Trilogie entwickelt. Wer sich die Cover aktueller, fantastischer Bücher ansieht wird immer wieder an den Covern von Alexander hängen bleiben. Sie fallen auf und verleiten dazu, sich länger mit ihnen zu beschäftigen. Etwas stimmt in all diesen Covern. Konsequenterweise hat Alexander in den letzten Jahren diverse Designpreise gewonnen, u.a. den Deutschen Phantastik Preis als Bester Grafiker und den Lovelybooks Leserpreis für das beste Buchcover. Ich bin deshalb sehr glücklich, dass Alexander sich dafür entschieden hat mit uns zusammenzuarbeiten.

Und nun lüfte ich das Geheimnis. Tadaaaa, das Cover des ersten Bandes: (rechts) Colin M. Winklers Illustration und Alexanders Design verschmelzen hier zu einer perfekten Einheit. So wird Projekt DreamWalker Die Schatten aussehen.

Zu meiner großen Freude ist Alexander nicht nur den geraden Weg mit mir gegangen, sondern auch dazu bereit gewesen, gewagtere Konzepte anzubieten und auszuprobieren.

DreamWalker Coverentwurf 15.11.3

Entwurf 15.11.3 war lange mein Favorit. Die Krümmung des Titels ist außergewöhnlich. In einer Reihe von geraden Schriftzügen (etwa 99 % aller Buchtitel) fällt ein gebogener sofort auf. Die Form betont die Größe des Turms und der Schrifttyp bringt einen Hauch Science-Fiction ins Konzept. Es entsteht ein interessanter Kontrast zwischen fantastischer Illustration und technischem Schriftzug. Der Entwurf überzeugte mich.

Aber: Was ist mit dem Buchrücken? Soll es dort auch eine Krümmung im Titel geben? Dann wäre die Schrift auf dem Buchrücken sehr klein. Lässt man die Krümmung dort weg, passen Buchrücken und Coverschrift nicht zusammen. Was ist nun der richtige Titel? Der auf dem Buchrücken oder der auf dem Cover? Auch auf anderen Medien, z.B. auf Postkarten, wäre die Krümmung seltsam. Sie macht nur auf dem Cover Sinn, nur dort unterstreicht sie die Größe des Bauwerks. Obwohl ich den Entwurf sehr mag, haben wir ihn verworfen und diese Richtung nicht weiterverfolgt.

DreamWalker Coverentwurf 18.11.2

Ebenfalls ein interessanter Versuch waren die Klauen. (Entwurf 18.11.2) Aus Gründen, die ich jetzt nicht erklären kann (ohne zu spoilern), schienen schwarze Klauen eine stimmungsvolle Ergänzung der Buchstaben zu sein. Alexander hat den Vorschlag tadellos umgesetzt, aber wir waren beide relativ schnell davon überzeugt, dass der Schrift hier zu viel aufgebürdet wird. Sie wirkt überladen und die Farbunterschiede zerstören die Silhouetten der Buchstaben. In kleinen Darstellungsgrößen, wie den Thumbnails der Online-Shops, kann man sie kaum erkennen.

Man nimmt die schwarzen Klauen auch erst richtig wahr, nachdem man das Buch gelesen hat. Ein Titel muss jedoch intuitiv verstanden werden, bestenfalls ohne etwas über das Buch zu wissen. Ich war trotzdem froh, den Abstecher gemacht zu haben.

DreamWalker Coverentwurf 18.11.3

In einem weiteren Entwurf haben wir eine alternative Schriftart und eine alternative Farbe ausprobiert. (Entwurf 18.11.3) Gold reagiert deutlich weniger auf die Umgebung und die Farbe erzählt ein anderes Genre. Ich war überrascht, wie stark sich meine Erwartungen an die Geschichte allein durch die Wahl der Titelfarbe ändern. Eine interessante Idee, aber in allem zu weit von der ursprünglichen Vorstellung entfernt. Obwohl die Schrift gut lesbar ist, verwarfen wir die Überlegung.

Der naheliegendste Ansatz (Entwurf 24.11.2) stellte sich als der unausgewogenste heraus. Ich habe mich gefragt, wo auf der Illustration man den Titel am besten platzieren könnte. Mir fiel die Stelle ein, an der er am wenigsten stören würde: im schwarzen Himmel. Dort könnte man ihn gut lesen, alles hätte seinem Platz und seine Ordnung. Ich musste jedoch erkennen, dass eine zu dominante Ordnung ein Cover statisch werden lässt.

DreamWalker Coverentwurf 24.11.2

Um im schwarzen Himmel Platz zu schaffen, musste Alexander die gesamte Breite der Illustration einsetzen. Damit geht der in anderen Entwürfen knapper und interessanter gewählte Ausschnitt verloren. Es liegt außerdem in der Natur der Sache, dass in dieser Anordnung der Turm kleiner und die Schrift dominanter wird. Doch das Bauwerk verliert nicht nur durch die geringere Größe an Gewicht. Eine gut auf der Illustration positionierte Schrift, wie die im finalen Entwurf (oben rechts), unterstreicht mit ihrer pyramidenförmigen Anordnung die Größe des Turms. Hinzu kommt ein Effekt, den ich Verschleierung nennen möchte. Das Versteckte ist interessanter als das Offensichtliche. Im finalen Entwurf verdeckt die Schrift die Stadt zum Teil und erzeugt damit ein Geheimnis: Wer oder was versteckt sich in diesem Gemäuer? Liegt das Bauwerk offen vor uns, wie in 24.11.2, stellen wir uns diese Frage nicht.

Das Cover ist fertig, das Korrektorat abgeschlossen. DreamWalker befindet sich jetzt im letzten Arbeitsschritt Buchsatz, Layout & Konvertierung bei Corinna Rindlisbacher. Der letzten Station vor der Veröffentlichung. Ich hoffe, das Cover weckt Deine Neugier und Du freust Dich so sehr wie ich auf Projekt DreamWalker Die Schatten.

DreamWalker Coverillustration

Der Designer der ÖDLAND-Reihe Colin M. Winkler hat die Coverillustration für den ersten Band der DreamWalker-Reihe fertiggestellt. Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis und möchte den ersten Eindruck hier mit Dir teilen.

DreamWalker Die Schatten – Coverillustration Auschnitt 01

Meine Vorstellungen waren sehr konkret und die Anforderungen an das Design entsprechend hoch. Auf der einen Seite richtet sich die DreamWalker-Reihe (im Vergleich zu ÖDLAND) an ein jüngeres Lesepublikum und soll neben Fantasy und Science-Fiction auch in die Kategorie Jugendbuch einsortiert werden können. Auf der anderen Seite sollen das dunkle Geheimnis und die namenlose Bedrohung schon beim Betrachten des Covers spürbar werden. Für ein „normales“ Fantasycover ist die Illustration zu düster und zu seltsam, trotzdem hat sie etwas Märchenhaftes.

Die Concept Art wird den gegensätzlichen Ansprüchen wunderbar gerecht. Sie hat eine eigene Sprache und ist doch eindeutig eine Illustration von Colin M. Winkler. Wenn man Colins Arbeiten vergleicht, kann man den Stil problemlos wiedererkennen.

DreamWalker Die Schatten – Coverillustration Ausschnitt 02

Isabella Lem (Isa), die Protagonistin der DreamWalker-Reihe, ist klein abgebildet und nur von hinten zu sehen. Wir haben uns für diese Gestaltung entschieden, um die Reihe von der Endzeiterzählung ÖDLAND zu unterscheiden und um dem Antagonisten der DreamWalker-Reihe die große Bühne zu überlassen, denn Isas Gegenspieler ist der Ewige Traum: Eine Geisterstadt, die von einer Wüste verschlungen wird.

Was in Colins Entwürfen bereits angedeutet wurde, ist jetzt gut zu erkennen. Die zentrale Struktur ist nicht die einzige Erhebung. In der Ferne sind ähnliche Felsentempel (Ausschnitt 02) zu erkennen. Wie Zinnen ragen sie aus dem Wüstensand und scheinen sich wellenartig zu wiederholen. Statuen umgeben in mehreren Ebenen den Sockel der Zentralstruktur (Ausschnitt 03). Die Ansammlung wirkt organisch, als wäre sie nicht gebaut worden, sondern gewachsen. Die tote Stadt wuchert wie ein Pilz auf den Felsensäulen.

Eine Illustration ist noch kein Cover. Wichtige Elemente fehlen noch. Unter anderem der Titel Projekt DreamWalker und der Untertitel Die Schatten. Allein die Schriftarten können viel erzählen und der eingeschlagenen Richtung entgegenwirken oder sie verstärken. Colin hat der Concept Art an den Rändern viel Luft spendiert. Dem Coverdesigner Alexander Kopainski stehen alle Möglichkeiten bei der Wahl des Ausschnitts offen. Er könnte sich auf Isa und den Eingang konzentrieren (Ausschnitt 01), auf die linke oder auf die rechte Bildhälfte. Er kann den Titel oben oder unten platzieren. Ich bin schon sehr gespannt auf Alexanders Entwurf.

DreamWalker Die Schatten – Coverillustration Ausschnitt 03

Da sich das Cover mit großen Schritten der Vollendung nähert, arbeite ich fieberhaft am wichtigsten Text des Buches. Nein, leider kein verschollenes Kapitel, das wäre angenehm. Ich arbeite am übelsten Text, den ich für das Buch schreiben muss. Dieser eine Text, der definitiv keinen Spaß macht. Richtig, der Klappentext. Es ist jedes Mal frustrierend, die über 300 Seiten eines Romans in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Aber wenn ich schon dabei bin, will ich Dir die Früchte meines Schaffens nicht vorenthalten. Der Stand der (unvollendeten) Dinge:

Klappentext DreamWalker Die Schatten
DreamWalker Die Schatten – Coverillustration Ausschnitt 04

Die fünfzehnjährige Isabella Lem ist hochsensibel und eine Träumerin. Keine gute Kombination. Sie leidet unter Geräuschen und Menschen und zeichnet lieber Insekten im Garten. Nur in ihren Träumen ist sie frei, nur dort kann sie sein, wer sie wirklich ist.

Isas Verbindung zur Außenwelt ist ihr Vater, Traumforscher Dr. Jakob Lem. Er arbeitet im Schlaflabor der Berliner Charité an einem Weg, die Träume anderer Menschen zu betreten: Projekt DreamWalker.

Nach einem Unfall liegt Isas Vater im Koma. Isa kann sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Als erste DreamWalkerin tritt sie eine Traumreise ins Unbekannte an. Kann Isa den Komatraum ihres Vaters finden und ihn wecken?

Wie gefällt Dir der Klappentext? Welche Erwartungen weckt er? Welche Informationen fehlen?

Ich hoffe, Du freust Dich so sehr wie ich auf die bevorstehende Veröffentlichung des ersten Buches der DreamWalker-Trilogie.

DreamWalker Concept Art

Colin M. Winkler hat mir die ersten Entwürfe für die Coverillustration der DreamWalker-Reihe (aka TRAUMWELT) zugeschickt. Ich bin extrem gespannt auf die finale Concept Art und freue mich schon jetzt darauf, sie Dir demnächst an dieser Stelle zeigen zu können. Bleiben wir von unvorhersehbaren Zwischenfällen verschont, wird der erste Band der neuen Trilogie noch im Jahr 2021 erscheinen.

DreamWalker Entwurf 01

Wie im letzten Post angekündigt, werde ich ab sofort nur noch von DreamWalker sprechen. Aus verschiedenen Gründen habe ich bisher nur den Arbeitstitel TRAUMWELT verwendet. Unter anderem war ich mir nicht sicher, ob es schlau ist, einen englischen Titel für ein deutsches Buch zu verwenden. Die Suche nach Alternativen hat jedoch gezeigt, dass es nur einen passenden Titel für die Reihe gibt. Das Forschungsprojekt heißt DreamWalker und Träumer, die sich von einem Traum in einen anderen bewegen, werden ebenfalls DreamWalker genannt. Das Wort erzeugt ein starkes Bild. LeserInnen wissen sofort, worum es in der Reihe gehen wird. Damit ist es amtlich: TRAUMWELT heißt ab sofort DreamWalker.

DreamWalker Entwurf 02c

Noch braucht es ein wenig Abstraktionsvermögen, aber wer Colins Arbeit kennt, der ahnt bereits, wohin die Reise gehen wird. Und ÖDLAND-LeserInnen gelten auf diesem Gebiet als Fachleute. Hauptmotiv der DreamWalker-Reihe ist eine menschenleere Stadt in einem besonderen Traum. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, um nicht zu spoilern.

DreamWalker Entwurf 02e

In der Arbeit an den Entwürfen spielten verschiedene Überlegungen eine Rolle. Ich bin immer wieder fasziniert, wie stark sich die Wirkung verändern kann, obwohl die Komposition nur im Detail modifiziert wurde. Wichtigstes Element ist die Figur. Im Unterschied zur ÖDLAND-Reihe soll sie kleiner ausfallen und ihr Schattenriss keine erkennbaren Gesichtszüge tragen. Sie zieht den Betrachtenden ins Bild. Er soll die Stadt mit ihren Augen wahrnehmen. Die Architektur fällt im Vergleich gewaltig aus, sie wirkt einschüchternd, die Atmosphäre abweisend, dunkel und bedrohlich. Mit der Figur als Maßstab kann der Betrachtende die Größe der Stadt einschätzen und erkennen, dass es sich keineswegs um eine „normale Stadt“ handelt.

DreamWalker Entwurf 03

Der Weg führt perspektivisch in Richtung Stadt. Die Tiefe des Raumes ist hinter und neben der Hauptstruktur zu erkennen. Nach Möglichkeit soll man den Himmel und den Boden sehen können, aus Gründen, die ich ebenfalls noch nicht verraten möchte.

DreamWalker Entwurf 04b

Während die Konzepte 01 und 02 eine Titelschrift im oberen Drittel nahelegen, bietet sich auf den Konzepten 03 und 04 ein Titel auf der schwarzen Fläche im unteren Drittel an. Colin und ich haben entschieden, die Figur durch Seitenlicht hervorzuheben. Konzepte mit dunklem Vordergrund wie Konzept 03 wurden deshalb verworfen.

Mein Favorit war lange Zeit Version 04c. Der gewundene Pfad zur Stadt. In Version 04c hätte der Titel (unter dem Motiv) als „Fundament“ der Stadt dienen und ihr zusätzliches Gewicht verleihen können. Ich konnte mir ein Cover auf Grundlage von Entwurf 04c gut vorstellen, aber das Konzept hat leider auch Schwächen. Zum einen ist die Tiefe des Raumes nicht so gut zu erkennen wie in anderen Entwürfen, zum anderen ist die Figur (siehe 04b) zu weit entfernt, um den Betrachtenden ins Bild zu ziehen. Sie wird als Teil der Landschaft wahrgenommen. Der Betrachtende kann sich nicht mehr mit ihr identifizieren.

DreamWalker Entwurf 04c

Damit bleiben die Konzepte 01 und 02. 02e haben wir ebenfalls verworfen, weil die Stadt zu weit entfernt erscheint und damit an Bedrohlichkeit verliert. Schlussendlich machte Entwurf 02c das Rennen. Interessante Strukturen erheben sich am Wegesrand und im Vordergrund, wirken wie eine „Landebahn“ und ein Rahmen und geben die Richtung vor. Entwurf 02c verfügt außerdem über die Figur mit der größten Nähe zum Betrachtenden.

Was hältst Du von den Überlegungen? Findest Du sie nachvollziehbar? Welcher Entwurf gefällt Dir am besten?

Nun dauert es nicht mehr lang. Sehr bald wird der erste Band der DreamWalker-Trilogie das Licht der Welt erblicken. Es ist schwierig, sich auf ein Buch zu freuen, das man nicht beurteilen kann. Obwohl ich ÖDLAND geschrieben habe, fange ich wieder bei null an, denn DreamWalker ist nicht ÖDLAND. Ich hoffe, Du freust Dich trotzdem auf den neuen Roman und auf Isa, die Tochter des Traumforschers.

TRAUMWELT geht ins Lektorat

TRAUMWELT ist DreamWalker. Aus diversen Gründen habe ich bisher nur den Arbeitstitel verwendet. Nun ist die Zeit gekommen, den wahren Titel zu enthüllen. DreamWalker heißt das Forschungsprojekt, an dem der Somnologe Dr. Jakob Lem arbeitet und so werden im Roman luzide Träumer genannt, die in die Träume anderer Menschen eindringen können. In diesem Blogeintrag spreche ich noch von TRAUMWELT.

Mit den Hinweisen der Testleserinnen und den Erkenntnissen aus den Rechercheinterviews habe ich den ersten Band der neuen TRAUMWELT-Trilogie erneut überarbeitet. Irgendwann spürt man, dass der Text reif ist und dieser Punkt ist nun erreicht. Ich lasse los und gebe TRAUMWELT nach fünf Überarbeitungen vertrauensvoll in die Hände des Lektorats.

Jeden Tag nähern wir uns der Veröffentlichung, jeden Tag wächst meine Unruhe. Gleichgültig wie bekannt oder unbekannt ein Autor ist, es gibt keine Sicherheit und keine Garantie. Kein Netz, kein doppelter Boden. Werden LeserInnen den Gedankengängen folgen? Werden sie die Figuren mögen? Wird es irgendjemanden interessieren, woran man seit sechzehn Jahren arbeitet? Zu viel Herzblut ist riskant, heißt es.

Möglicherweise ist es gut, wenn man vorher nicht weiß, wie ein Buch ankommt. Viele Bücher wären sonst nie geschrieben worden. Nicht, dass ich es auf ein verschollenes Meisterwerk abgesehen hätte. Es wär toll, wenn ein paar Menschen TRAUMWELT lesen würden. Man hofft es, wissen kann man es nicht.

Nachdem ich eine Weile LektorInnen direkt angesprochen habe, dabei aber nicht fündig geworden bin, habe ich mich für eine Aktion auf Instagram entschieden und gezielt nach LektorInnen gesucht, die Fantastik und Selfpublisher mögen.

Instagram-Suche nach Fantastik-LektorIn

Ein Risiko, aber der Mut wurde belohnt. Vielen Dank an alle LektorInnen, die sich gemeldet haben und an alle BloggerInnen, die den Post empfohlen haben. Ich habe Mails geschrieben, telefoniert und Gemeinsamkeiten entdeckt. Man muss zueinanderfinden, sonst wird die Arbeit anstrengend. Noch wichtiger ist, dass man an einem Strang zieht und nicht „gegeneinander“ arbeitet.

Leichten Herzens habe ich mich schließlich für Rebecca Feist entschieden und freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit. Damit ist das TRAUMWELT-Team komplett und wir gehen in die letzte Runde.

Auf das Lektorat folgen die letzte Überarbeitung und das finale Korrektorat. Parallel arbeiten Colin M. Winkler und Alexander Kopainski an der Coverillustration und am Coverdesign. Eine Kombination, über die ich mich besonders freue. Sie ist in vielerlei Hinsicht ideal. Colin steht für Hochwertigkeit und Kontinuität, Alexander Kopainski, der Magier des Buchdesigns, übernimmt die Feinjustierung des Covers. Cover und Text gehen anschließend zu Corinna Rindlisbacher in die E-Book-Konvertierung und in den Buchsatz. Wenn alles klappt, erscheint der erste Band der neuen Trilogie Ende diesen Jahres.

Es gibt eine weitere tolle Neuigkeit: Die BloggerInnen Sarah Lippasson und Claudia Herms – zusammen vis-à-vis mit Autoren – haben mich für das vis-à-vis Januar-Special ausgewählt. Passend zur Veröffentlichung des ersten TRAUMWELT-Bandes. Wie das Special aussehen wird, wollen wir noch nicht verraten. Nur so viel: Im Oktober sind wir zu Dreharbeiten in Neubrandenburg verabredet und ich freue mich schon jetzt auf die gemeinsame Zeit.

Mutig und starrsinnig wie ich bin, habe mich außerdem erneut als Aussteller auf der Leipziger Buchmesse 2022 angemeldet. Der nächste, nun inzwischen dritte Versuch, 4 qm Fantastik in den heiligen Messehallen zu kapern. Wir drücken alle die Daumen, damit es diesmal klappt. Es muss einfach, sonst geht die Welt endgültig unter, ich bin mir sicher.

Ich freue mich darauf, Dich auf der LBM 2022 an meinem Stand begrüßen zu können. Möglicherweise schon mit dem ersten Band der TRAUMWELT-Trilogie in der Hand.

Gesucht: CoverdesignerIn TRAUMWELT

UPDATE: Ich bin fündig geworden. Bitte keine Bewerbungen mehr schicken. Vielen Dank.

Für die neue Trilogie TRAUMWELT suche ich eine/n CoverdesignerIn (m/w/d). Die Bücher der Reihe sollen als E-Book, Taschenbuch und Hardcover erscheinen.

TRAUMWELT hat Science-Fiction und Fantasy-Elemente. Die Geschichte spielt zur einen Hälfte in einem Schlaflabor (Science-Fiction) und zur anderen Hälfte in einem besonderen Traum (Fantasy). Den Traum kann man sich als ein Paralleluniversum vorstellen, das durch spezielle Traumportale betreten wird.

Die Romane richten sich sowohl an ein junges Fantasy-Publikum, als auch an eine erfahrene Science-Fiction-Leserschaft.

Die Coverillustrationen werden – wie in der ÖDLAND-Reihe – von Colin M. Winkler gestaltet. Für das Coverdesign suche ich eine/n UnterstützerIn, der/die Lust hat sich mit uns in ein spannendes Designabenteuer zu stürzen.

Die Veröffentlichung des ersten Bandes ist für Ende 2021 geplant. (Band 2: Ende 2022, Band 3: Ende 2023.)

  • Genre: Fantastik
  • Zielgruppe: Junge Erwachsene (Frauen und Männer) ab 14 Jahren.
  • Logline: Es gibt eine Welt in dir: Entdecke sie!         

Klappentext:

Der renommierte Traumforscher Dr. Jakob Lem entwickelt im Schlaflabor der Berliner Charité eine Methode, mit der er in die Träume von Komapatienten eindringen und sie wecken kann. Dr. Lems sechzehnjährige Tochter Isabella leidet an einer leichten Form des Asperger-Syndroms, nur in ihren Träumen hat sie kein Handicap. Ihr Vater hilft ihr, indem er sie zur Traumläuferin ausbildet.

Im Urlaub wird Dr. Lem Opfer eines Verkehrsunfalls und fällt selbst ins Koma. Der Schicksalsschlag trifft Isabella hart, denn ihr Vater war der wichtigste Halt in ihrem Leben. Isabella will die Methode ihres Vaters anwenden, um ihn aus dem Koma wecken. Sie folgt den Anweisungen seines Notizbuches und entdeckt einen Traum, der niemals endet. Der Ewige Traum ist ein gewaltiges Labyrinth aus verfallenen Tempeln, Klöstern und Kathedralen. Er wird von tosenden Sandstürmen beherrscht und von gepanzerten Kreaturen bewacht.

Isabella stellt sich der gefährlichen Aufgabe ihren Vater im Ewigen Traum zu finden und ihn aus dem Koma zu wecken. Ihre Suche bleibt jedoch nicht unbemerkt. Die Traumwächter folgen ihren Spuren und in den Tiefen des Ewigen Traums erwacht etwas …

Bei Interesse bitte mit Links zu eigenen Arbeiten (Buchcovern) und Gehaltsvorstellung (Pauschalbetrag pro Cover) inkl. Nutzungsrechten per E-Mail bewerben.

E-Mail an: czachariae(ätt)gmx(dot)de

(Beitragsbild: pixabay)

Cover ÖDLAND Gesamtausgabe

In diesem Artikel stelle ich Dir die Entwicklung des Covers der ÖDLAND-Gesamtausgabe vor. Der lange Weg von den ersten Überlegungen und Skizzen bis zum finalen Cover.

ÖDLAND GA Entwurf 05

„Fliegender“ Schädelturm Entwurf I

Wie bereits erwähnt, habe ich mir für das Cover der Gesamtausgabe eine Gestaltung vorgestellt, die auf den ersten Blick nicht hundertprozentig zur ÖDLAND-Reihe passt. Das E-Book bleibt selbstverständlich Teil des ÖDLAND-Universums, soll aber nicht als sechster Band der Reihe wahrgenommen werden, sondern als etwas Neues, Unabhängiges. Wer sich mit den Covern der Reihe bisher nicht anfreunden konnte, wird kaum zu einem Band greifen, der wie eine Fortsetzung aussieht. Davon bin ich überzeugt. Eine Gestaltung, die auf den ersten Blick nichts mit der Reihe zu tun hat, könnte skeptische Leser hingegen überzeugen. Wer die ÖDLAND-Reihe kennt und schätzt, wird ohnehin aufgeschlossen reagieren.

ÖDLAND GA Entwurf 06

Schädel vor Fernsehturm Entwurf II

Nachdem wir uns festgelegt hatten, stellten wir uns die Frage, welches Detail der ÖDLAND-Erzählung sich für das neue Cover eignen könnte. Wir entschieden wir uns für die Schädeltürme des Söldnerkochs Ramsan und für die Warnzeichen, die das Matriarchat auf den Gefängnissen hinterlässt:

Die Schädeltürme der ÖDLAND-Reihe:

ÖDLAND III, Kapitel 41 – Pfadfinder: Für die morgendliche Katzenwäsche suchte Mega sich einen stillen Winkel vor der Außenwand und fand eine Stelle, an der Ramsan Essensabfälle entsorgt hatte. Säuberlich gespaltene, ausgekochte Knochen lagen auf frisch getautem Moos. Sie wollte den Ort schon wieder verlassen, als sie innehielt und genauer hinsah. Ramsan hatte die Essensreste nicht achtlos aus dem Fenster gekippt. Er hatte Zeit und Muße investiert und ein beunruhigendes Kunstwerk geschaffen. Die Gebeine hatte er der Größe nach zu einer Pyramide aufgeschichtet und auf der Spitze, wie zur Krönung, Rodericks abgetrennten Kopf platziert. Seine toten Augen blickten seltsam wässrig und schief, aber die fliehende Stirn und die spitz gefeilten Zähne schlossen jede Verwechslung aus. Bunte Glasscherben durchstießen die Schädelknochen, setzten ihm eine Krone auf und betonten die Wangen, dass er aussah, als wäre er geschminkt. Ihm zu Füßen ruhten die Schädel der Helfer. Gemeinsam bildeten sie einen fünfzackigen Stern. Roderick blickte nach Norden, in die Richtung, in der sie weitermarschieren wollten und schien ihnen mit unverminderter Hinterhältigkeit hinterherzugrinsen. Was trieb den Koch sich solche Mühe zu machen? Eine Wegmarkierung? Wenn es sich um ein Zeichen handelte, wem hatte er es hinterlassen? Der Nachwelt? Nathan? Wohl kaum. Mega konnte sich keinen Reim auf den Fund machen. Er hinterließ sie ratlos, fasziniert und befremdet zugleich.

ÖDLAND GA Conzept 01 KLEIN

Verworfene Zwischenstufe Entwurf III

ÖDLAND IV, Kapitel 70 – Die Herde: Ramsan redete mit den Toten und die Toten redeten mit ihm. Er hatte Schädel zu einer Pyramide gestapelt und war im Begriff, den Schlussstein auf der Spitze der morbiden Skulptur zu platzieren. Stellgar stockte der Atem. Er entdeckte Verzierungen. Mit rotem Lehm hatte der naive Künstler den Wangenknochen zarte Farbe verliehen. Holzkohle betonte Augenhöhlen wie Lidschatten. Die makabre Inszenierung ließ den abgehärteten Söldner erstarren. Zu wissen, dass der Koch sich der Anstößigkeit seiner Spielereien bewusst war und sich deshalb zurückzog, machte die Sache nicht erträglicher.
Mit der Gestaltung des letzten Schädels hatte sich Ramsan besonders viel Mühe gegeben. Er hatte ihn ausgekocht, um sämtliche Gewebespuren zu entfernen und der Knochenstruktur ein strahlendes Weiß zu verleihen. Außerdem hatte er helles Ödlandgras gepflückt und es so in den Rissen der Schädeldecke befestigt, dass es wie das glatte, platinblonde Haar einer Frau aussah. Die Bemalung und das offene Haar verliehen dem Objekt etwas so eindeutig Feminines, dass es Stellgar die Sprache verschlug. Nie zuvor hatte sich die Deutung so aufgedrängt. Was der Koch sah, was er seit Jahren abgöttisch verehrte und deshalb überall zu reproduzieren versuchte, waren Frauen. Nein, nicht Frauen. Nur diese eine Frau.

ÖDLAND Gesamtausgabe eBook Cover 12_12_19 B

Variante B Großer Schädelturm Entwurf IV

Die Gestaltung des Covers weicht von den Beschreibungen ab, weil wir sie nicht eins zu eins umsetzen wollten. Das Cover könnte eine Studie oder ein Vorstadium des Künstlers zeigen, zu einem Zeitpunkt, da er noch experimentierte.

Im ersten Schritt probierten wir verschiedene Farben aus und arbeiteten uns von einem kontaminierten orange-grün (Entwürfe I + II), zu einem kontrastreichen schwarz-weiß mit dominanter Titelschrift in blutrot (Entwürfe III – V). Liegt der Schwerpunkt in den ersten Entwürfen eher auf den Gefahren der Landschaft, verschiebt er sich in den späteren Überlegungen auf die Überlebenden und ihre Rituale.

Eine Zwischenstufe (Entwurf III) mit schwachen Kontrasten und dunklem Hintergrund konnte nicht überzeugen und wurde verworfen.

Die Größe des Schädelturms wurde reduziert, um die Verlorenheit der Hauptfigur und die menschenleere Landschaft spürbar zu machen.

ÖDLAND Gesamtausgabe eBook Cover 12_12_19

Finales Cover der ÖDLAND-Gesamtausgabe Entwurf V

Im letzten Schritt wurden die Details des Schädelturms und seine Verzierungen angepasst. Das Zeichen des Matriarchats sollte erkennbar, aber nicht offensichtlich sein. Es sollte entdeckt werden können.

Abschließend probierte Colin noch einmal einen größeren Schädelturm aus. Entwurf IV ist interessant. Auf den ersten Blick dachte ich: „Wow, krass.“ Aber wenn man sich zurücklehnt und nachdenkt, wird einem klar, dass viele Details in diesem Entwurf verschwinden, bzw. nicht mehr zur Geltung kommen. Angefangen von der Stapelung der Knochen, über den Blutstropfen, bis hin zur Bemalung des obersten Schädels und seinen Glasscherben. Ein kleinerer Haufen erzählt außerdem besser die Kargheit der Landschaft und die Einsamkeit der Heldin. Der große Schädelhaufen „drängt“ sich dem Betrachter auf. Der kleinere Abstand wirkt beunruhigend, aber das Bild ist beunruhigend genug. Die Wirkung muss nicht verstärkt werden.

Was denkst Du? Wie gefällt Dir das Cover der ÖDLAND-Gesamtausgabe?

Rückblick: BUCHBERLIN 2019

Am 23. + 24.11.2019 waren ÖDLAND und LUCID DREAMS zum ersten Mal auf der BUCHBERLIN zu Gast. Wie fällt unser Fazit aus? Kann man die BUCHBERLIN schon mit der Leipziger Buchmesse vergleichen? Handelt es sich um eine Veranstaltung mit eigenen Gesetzen und eigenem Publikum?

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ÖDLAND auf der BUCHBERLIN 2019

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber das Publikum der BUCHBERLIN ist noch einmal eine ganze Spur nerdiger, als die Messebesucher der LBM. Und wer die Leipziger Cosplay-Hölle kennt, weiß wovon ich rede. In Leipzig verirren sich auch „normale“ Verlage in die Hallen, während auf der BUCHBERLIN ein klarer Schwerpunkt auf Fantastik liegt. Nischenverlage und Selfpublisher müssen sich nach dem Licht strecken und sich (bis zu einem gewissen Grad) am Geschmack der Leserinnen und Leser orientieren und der ist fantastisch.

Ich wurde mehrfach von verwirrten, älteren Herrschaften gefragt, wo denn die „realistischen“ Geschichten geblieben seien. Ich weiß nicht, was die Leute haben, ÖDLAND ist sehr realistisch, wenn wir so weitermachen.

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Becca Braun & C. Zachariae vor dem LUCID DREAMS-Stand auf der BUCHBERLIN 2019

Uns hat es gefreut. Fantastisches Publikum ist unser Publikum. Das spezielle Interesse der Messebesucher zeigte sich auch in unseren Zahlen. Auf der BUCHBERLIN haben wir an zwei Tagen 680 € eingenommen. Auf der Leipziger Buchmesse waren es an vier Tagen 558 €. Hinzu kommt, dass die Standmiete in Berlin geringer ist und für uns weder Übernachtungs- noch Fahrtkosten anfallen. Alles in allem bleibt die Berliner Buchmesse (wenn man die reinen Zahlen betrachtet) trotzdem ein Minusgeschäft.

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Buchrückenbild der ÖDLAND-Reihe

Aber es zählen nicht nur die Buchverkäufe. Genauso wichtig sind Kontakte zu Bloggern, LeserInnen, AutorInnen und Verlagen. Besonders ein Kontakt, der sich am Ende der Messe ergabt, hat mich sehr gefreut. Er allein war den Aufwand wert. Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Ich berichte zu gegebener Zeit ausführlich.

Wenn alles gut geht, kann die ÖDLAND-Gesamtausgabe noch in diesem Jahr erscheinen. Ende Dezember wäre mein Wunschtermin. Die ersten drei ÖDLAND-Bücher sind aus dem Korrektorat zurück. Im Moment werden die Anhänge überprüft. Auch das Cover ist einen Schritt weiter. Wir haben uns auf den Schädelhaufen als Motiv geeinigt. Der Entwurf vereint mehrere Ziele. Zum einen kann man das Buch als Teil der ÖDLAND-Reihe erkennen, zum anderen ist die Gestaltung auffällig und andersartig genug, damit Leute, die die ÖDLAND-Reihe bisher nicht beachtet haben, dem Buch jetzt eine Chance geben. Ich hoffe, unsere Überlegungen erweisen sich richtig.

ÖDLAND GA Verlag-Titelfont KLEIN

Coverentwurf ÖDLAND-Gesamtausgabe von Colin M. Winkler