Die entrückte Schönheit des Verfalls: Erste FALLOUT 4 Screenshots

Unter dem Schlagwort FALLOUT werde ich unregelmäßigen Abständen neue Endzeit-Selfies aus FALLOUT 4 präsentieren. Die langersehnte Fortsetzung begann leider mit einer herben Enttäuschung: Keine Dreadlock-Frisur im Ödland von Boston. 😉 Die junge Frau heißt trotzdem Mega und hat sich mit süßen Pferdeschwänzchen beholfen. Kein wirklicher Ersatz, aber Eitelkeit ist in der Endzeit unbekannt.

Frisch aus dem Vault

Frisch aus dem Vault.

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Man sollte nicht sofort alles anziehen, was man so findet.

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Nein, sollte man nicht. Besonders dann nicht, wenn man die Klamotten von „Sackgesichtern“ getragen wurden. Mega, nach erfolgreichem Einsatz gegen die Raider im Museum der Freiheit.

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In Sanctuary vor selbstgebastelter Windkraftanlage.

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Vor der Irrenanstalt. Die sah uns zu gefährlich aus. Wir kommen wieder. Versprochen.

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Ausruhen nach getaner Arbeit. In den Tunneln von Dunwich Borers fand ich in einem überschwemmten Loch Kremvh’s Tooth. Einen legendären Ritualdolch mit Gift- und Blutschaden. Die Sandsteinstollen erstrecken sich übrigens unter einem Ort namens Salem. Auf den Besuch dieses Ortes freue ich mich schon besonders.

 

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Schickes Gewächshaus im neu gegründeten Agrarkombinat der Minutemen, zu deren „General“ wir gerade ernannt wurden.

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Diamond City. Neue Stadt, neue Frisur.

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Endzeit-Selfie mit Supermutant. Strong sieht scheiße aus, ist aber harmlos. Nur seine Suche nach der „Milch, der Menschenliebe“ ist irgendwie widerlich. 😉

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Erste Meinungsverschiedenheit. Strong mag es nicht, wenn man Schlösser knackt. Dämlicher Supermutant.

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Die nächste Begleiterin ist da deutlich cooler: Cait steht auf voll Schlösserknacken, saufen, Schießereien und harte Drogen. Sie flucht pausenlos, nur wenn wir schleichen, hält sie die Klappe 🙂

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Blaue Stunde in der Nähe des neu gegründeten Starlight-Drive in-Kollektivs.

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Ein Raiderunterschlupf auf einem alten Highway. Sieht schön aus in der Abenddämmerung, ist aber gefährlich.

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Ausblick auf den toten Wald vor Vault 95.

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In Vault 95 wollen wir Caits Drogenproblem beseitigen, doch die Gegner, die sich hier verschanzt haben, sind zu hart für uns. Zu viele Totenköpfe. Wir kommen wieder. Versprochen.

 

 

LUCID DREAMS verschenkt 10 x ÖDLAND I Printversion

Zur Feier der Veröffentlichung des zweiten Taschenbuches verschenkt LUCID DREAMS 10 Printexemplare von ÖDLAND I.

Um an der Verlosung teilzunehmen, poste einfach in den nächsten fünf Tagen (bis So, den 22.11.2015) Deinen Lieblings-Endzeit- oder Dystopie-Geheimtipp (Buch, Film oder Spiel) unter dem Facebook-Eintrag.

Am besten eine Geschichte, die nur Du kennst, die aber alle anderen auch unbedingt lesen, sehen oder spielen müssen.

(Kleiner Tipp: ‘ÖDLAND‘ kennt hier vermutlich jeder 🙂 Ich dachte eher an vergessene Meisterwerke, wie z.B.: ‘On the Beach‘ von Nevil Shute.)

Vielleicht gibt es ja einen netten Menschen, dem das Genre gefällt und dem Du zum Nikolaus ein Geschenk machen möchtest, dann ist das ÖDLAND-Taschenbuch genau das Richtige.

LUCID DREAMS wünscht viel Glück bei der Verlosung und weiterhin spannende Unterhaltung beim Lesen der ÖDLAND-Bücher.

Veröffentlichung ÖDLAND Zweites Taschenbuch

Ab sofort auch als Taschenbuch erhältlich: ‚ÖDLAND Zweites Buch Das Versteck im Moor‚.

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LUCID DREAMS werden wahr. Es ist uns eine besondere Freude die Veröffentlichung der Printausgabe des Zweiten Buches der ÖDLAND-Reihe mitteilen zu können. Wie schon der erste Band wurde auch der zweite mit genauem Gespür für die spannungsgeladene Zerrissenheit der Neuen Welt von Theresa Winkler gestaltet: MOMMONO. (Illustrationen: Colin M. Winkler, ebenfalls MOMMONO.)

Gut erkennen kann man die exakte Arbeit der Designer an der passenden Rückenillustration, die ein weiteres Stück von Megas Portrait freigibt. Es war dieses Ereignis, dem ich besonders entgegengefiebert habe: Die beiden Bücher nebeneinander zu stellen und eine verrückte Idee Realität werden zu lassen. Und, was soll ich sagen: Die Puzzleteile passen perfekt und die Bücher machen sich super im Regal. Und das Beste ist: Der Effekt wird mit jedem Buch besser 🙂

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„Kleine“ Logikfehler des E-Books wurden in der Printfassung korrigiert. So geht die Sonne vor Megas zweiter Prüfung jetzt nicht mehr im Westen auf und Mark erscheint nicht mehr unvermittelt in Megas Duell gegen Jan. Außer sanften Straffungen, um den Flow der dynamischen Passagen zu verstärken, gibt es nur eine größere Änderung: Ein neues Kapitel.

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Es handelt sich jedoch nicht um neuen Inhalt, sondern nur um eine geänderte Unterteilung. Mein Gefühl, das Kapitel „Ein Umweg“ fände kein richtiges Ende, verstärkte sich beim erneuten Lesen, weshalb ich mich dafür entschied nach Nathans verstecktem Brief eine Zäsur einzufügen. Das Kapitel „Die Flut oder etwas anderes“ ist also nur das nach hinten gerückte Ende des Kapitels „Ein Umweg“.

Theresa, Colin und ich wünschen allen ÖDLAND-Leserinnen und Lesern weiterhin spannende Unterhaltung und dunkle Romantik in der Stille der Endzeit. Bleibt uns gewogen, klickt auf LIKE oder FOLGEN und erfahrt als Erste, wann die Taschenbuchausgabe des dritten Bandes erscheint. (Geplant: Dezember 2015.)Inhaltsverzeichnis

Locationscouting ÖDLAND III

Der Reisebericht in die salzige Unterwelt Norddeutschlands enthält Spoiler. Leserinnen und Lesern, die ÖDLAND III noch nicht beendet haben, wird deshalb geraten zunächst einen Bogen um diesen Blogeintrag zu machen.

Wir erinnern uns: In ÖDLAND II will Mega die Autobahn überqueren, doch sämtliche Brücken wurden zerstört. Durch die Flut oder etwas anderes. Sie folgt dem Großen Fluss nach Norden auf der ersten Teerstraße hinter dem Deich, um Nathans Verstecke zu finden.

Der Sommer ist vorbei, die Tage werden kürzer und dunkler. Mitten in der Einöde stößt sie auf seltsame Gebäude, umgeben von der Asche verbrannter Wälder.

Hauptturm

Die Fabrik am Fluss – Der Hauptturm


Während der Konzeption der Endzeitgeschichte wurde mir klar, dass Mega auf einen Ort stoßen soll, dessen Gefährlichkeit die Menschen der Nachwelt vergessen haben.

Denn bei einem Systemkollaps würde jeder Komfort über Nacht verschwinden. Dinge wie Essen, Strom und Treibstoff wären von einem Tag auf den anderen nicht mehr verfügbar. Auf der anderen Seite gäbe es aber Relikte, die den Menschen erhalten bleiben würden. Altlasten, die man in massiven Stahlbehältern und tiefen Stollen verstecken müsste. Würden die Menschen der Nachwelt Generationen später noch wissen, was dort unten versteckt worden ist? Würden sie wissen, dass sie sich in Gefahr begeben, wenn sie sich diesem Ort nähern?

Maserung Stollenwand

„Maserung“ der Wände des Salzstollens


Der Dokumentarfilm INTO ETERNITY macht sich Gedanken zu der Frage: Wie muss ein Endlager gekennzeichnet werden, damit Menschen auch in tausend Jahren noch herausfinden können, dass es gefährlich ist. Denn niemand kann heute sagen, ob Menschen in tausend Jahren noch die Schriftstücke lesen können, die wir heute verfassen oder ob die Daten, in der Form, wie wir sie heute produzieren, überhaupt noch lesbar sein werden.

Von Sprachwissenschaftlern, Designern und Architekten gibt es die absurdesten Vorschläge zu dem Thema: Von kryptischen Icons, die schon heute niemand verstehen würde, über die Gründung eines Geheimordens dessen Aufgabe es wäre, das Wissen um die Gefahren der Radioaktivität von Generation zu Generation weiterzugeben, bis hin zu Landschaftskunst: Gewaltige, ringförmige Wälle bedeckt mit rostfreien Stahlstacheln. Eine Mischung aus Panzersperre und toter Evolution. Doch könnten die Maßnahmen die Menschen der Nachwelt davon abhalten die geheimnisumwobenen „Grabkammern“ der Altvorderen zu öffnen und den „Fluch der Pharaonen“ zu entfesseln? Würden die Warnungen die Neugier zukünftiger Menschen nicht erst recht anstacheln? Tatsache ist, dass Geheimnisse Menschen schon immer angezogen haben. Wahrscheinlich ist, dass sie dieselben Fehler machen würden, die wir gemacht haben. Sie würden die Büchse der Pandora öffnen.

Ein Merkmal haben alle Überlegungen zur Kennzeichnung von Endlagern gemeinsam: Sie wurden bisher nicht umgesetzt und im Chaos eines Zusammenbruchs würde niemand mehr an sie denken.

Um mich besser in die Situation der Bewohner des Salzstocks hineindenken zu können, entschloss ich mich zu einer Besichtigung des „Erkundungsbergwerks“.

Offizielles Erinnerungsfoto aus dem „Freizeitpark“ Gorleben:

Gruppenbild Salzstock

Ganz unten: „Undercover-Recherche“ im Erkundungsbergwerk Gorleben


Ich falle etwas auf, da ich zu spät kam und der einzige war, der noch am Helm rumfummelte, während der Rest der Gruppe schon über Druckausgleich und Bewetterung fachsimpelte.

Zur vorschriftsmäßigen Sicherheitausstattung jedes Besuchers gehören: Stahlkappenstiefel (besser zwei Nummern zu groß, als eine zu klein), schicker, einteiliger Overall in signalrot, (damit man im Stollenlabyrinth nicht verloren geht), Helm mit Kopflampe (ganz wichtig), ein praktisches Sauerstoffgerät im Handtaschenformat mit Atemluft für 20 min (allein der Weg im Fahrstuhl auf die 1000m Sohle hat 20 min gedauert) und ein Dosimeter. Kein Witz, ein Dosimeter, das die Strahlenbelastung in Millisievert anzeigt, der man während des Aufenthalts ausgesetzt ist. Und das, obwohl (offiziell zumindest) noch gar kein radioaktiver Abfall eingelagert wurde. Ich vermute, dass die Maßnahme eher der Beruhigung unserer Nerven dienen sollte. Um es gleich vorweg zu nehmen: Mein Dosimeter hat hinterher nichts angezeigt.

Weg zum Fahrstuhl

Gang zum Fahrstuhl


Der Weg zum Fahrstuhl erinnerte mich an Jodie Fosters Gang zur japanischen „Transportmaschine“ in ‚Contact‘. Ich weiß auch nicht warum.

Fahrzeug

Bohrkopffahrzeug

Im Salzstock herrschte hektische Betriebsamkeit und erstaunlich viel Verkehr. Es gab sogar Ampeln, an denen man als Fußgänger besser stehen blieb, wenn man nicht von Bohrkopffahrzeugen, Baggern oder Jeeps überrollt werden wollte.

Karte Salzstock

Karte des Salzstocks


Ich habe in ÖDLAND III nur die rote Ebene berücksichtigt, weil alles anderes zu kompliziert geworden wäre.

Die Werkstatt konnte praktischerweise an derselben Stelle bleiben, an der sie schon immer gewesen war, das Gewächshaus wurde im ehemaligen Lager errichtet, die Arbeitsräume wurden zur „Strandbar“ umfunktioniert, Dr. Maximilians Separee wurde im ehemaligen Tanklager (rechter Bildrand) erbaut, der allgemeine Wohnstollen wurde im Grubenwehrraum errichtet, der geschützte Bereich in der Bohrabteilung, im nach links oben führenden Stollen haben die Bewohner Krankenstation und Quarantäne untergebracht, aus der sogenannten „Füllortstrecke“ wurde der Versorgungsstollen mit Essensausgabe und Schwarzem Brett. Die gerade Verbindungsstrecke zwischen Bohrabteilung und Dr. Maximilians Refugium nannten die Bewohnern der dritten Generation „Hauptstollen“.

Messung des Salzflusses

Messung des „Salzflusses“


Obwohl es sich um Gestein handelt, ist der gesamte Untergrund in „Bewegung“. An Messpunkten auf „Stoßkanten“, lässt sich die „Strömungsgeschwindigkeit“ des Salzes ablesen. Sie ist nicht sehr stark, nur 0,1 bis 0,5 Millimeter im Jahr, doch im Laufe der Jahre summieren sich die Werte und nicht alle Stellen sind gleich schnell. Tektonische Bewegungen sind das Hauptproblem eines Endlagers im Salz.  Zugänge könnten in tausend Jahren z.B. einfach verschwunden sein.

Salzdunst

Salzdunst


Das rieselnde Salz bildete Dunstschleier, hindert aber nicht am Atmen. Tatsächlich wirkt es  therapeutisch und „reinigt“ die Lunge wie ein Solebad. Man darf nur die Flüssigkeitszufuhr nicht vergessen. Die geringe Luftfeuchtigkeit trocknet einen langsam aber sicher aus.

Salzstaub Mondlandschaft

Salzstaub auf dem Stollenboden


Feiner Salzstaub macht die Stollenböden zur Mondoberfläche.

Tafel Wettermessung

Wettermeßstelle 2.4



Atemluft wird von Wetterrohren in konstanter Geschwindigkeit durch die Stollen gedrückt.

Stollen+Wetter

Stollen und Wetterrohr

Werkstatt

Werkstatt + Versteck des INDU


In den Seitengängen der Werkstatt versteckt Mega den INDU.

Deich und Schwemmflächen II

Deich und Schwemmflächen


Wenn sie mitten im Februar mit den Söldnern wieder ins ÖDLAND aufbricht, herrscht tiefer Winter. Gefrorene Schwemmflächen und schneebedeckte Deiche säumen den Weg der Reisegruppe.

Überschwemmte Brücke im Eis

Überschwemmte Brücke am Ufer


Ewiger Winter. Endlose Stille.

noch 3 Tage bis zur Veröffentlichung: ‚ÖDLAND Drittes Buch Die Fabrik am Fluss‚.

15-08-13 01 Ewiger Winter

Making-of ÖDLAND Buchtrailer

Im Mai 2013, ein Jahr nach dem Fotoshooting für das Cover des ersten Buches, trafen sich Mega-Darstellerin Lenaig Hemonet und Autor Christoph Zachariae erneut auf dem Gelände der verfallenen Berliner Brauerei, um in der passenden Endzeitstimmung die Aufnahmen für den ÖDLAND-Buchtrailer zu drehen:

Lenaig präpariert ihre Armbänder

Lenaig präpariert ihre Armbänder

Lenaig Hemonet aka Verwirrtes Kind

Lenaig Hemonet aka Verwirrtes Kind


Gedreht wurde an drei Tagen: Am ersten Tag entstanden in verfallenen Büros und dunklen Lagerhallen Detailaufnahmen von Lenaigs Händen. Am zweiten Tag drehten wir die Bilder mit der Sterntätowierung in der Nähe der Autobahn und im Moor. Am dritten Tag holte ich in der Brauerei Kamerafahren und Gänge nach, die ohne Lenaig gedreht werden konnten.

Die Detailaufnahmen der Hände wecken Neugier. Man möchte wissen, mit wem man es zu tun hat und wie die Person aussieht, die dort im Müll wühlt. Außerdem erzeugen die Ausschnitte ein Gefühl von Heimlichkeit und Vorsicht. Mega nähert sich den Dingen der „Alten Welt“, die sie in den meisten Fällen nur aus Erzählungen kennt, mit Respekt und einer Art primitiver Ehrfurcht.

Die Puppe

Plastikdübel für den INDU

Sechser im Endzeitlotto

Festmahl auf dem Benzinkocher


Gedreht wurde mit Canon 5D Mark II, einer stromsparenden Akku-LED-Fläche und 1/2 CTB. Der Filmstaub stammt von Feuerfest-sfx. Die Dosen wurden mit einer Stahlbürste aufgeraut und für die notwendige Rostpatina eine Woche in hochprozentige Essigsäure eingelegt. Puppe, Spielzeug und Kocher wurden im Requisitenfundus Adlershof ausgeliehen.

Die Aufnahmen an der Leitplanke und unter der Autobahnbrücke verstärken den Eindruck der Notwendigkeit sich im ÖDLAND zu verstecken und die Umgebung ausführlich zu beobachten, bevor man sich aus der Deckung wagt.

Mega späht über die Leitplanke

Erkundung eines Verstecks unter der Brücke

Gedreht wurde in Mecklenburg-Vorpommern an der A19 mit available light.

Erst mit der letzten Einstellung des Trailers wird das Geheimnis um Megas Aussehen und den Stern unter ihrem rechten Auge gelüftet.

Der Stern

Wird sie durchhalten?


Auch für die Postproduktion konnte ich alte Verbündete gewinnen:

Sprecherin Nana Spier habe ich während meiner Arbeit an der Thriller-Reihe DARKSIDE PARK kennengelernt. In der Episode ‚Der Gesang der Ratten‘ lieh sie der Hauptfigur Sarah Freeman ihre Stimme und erhielt für ihre Leistung den Preis als ‚Beste Sprecherin (Lesung)‘ auf dem Ohrkanus 2010. Nana erklärte sich sofort dazu bereit Megas Voice-Over zu übernehmen, was mich sehr gefreut hat.

Mit Max Würden war ein alter Weggefährte auch für die Musik verantwortlich. Max komponierte bereits den Score für meine Kurzfilme ‚Die Überlebende‚ und ‚Der Auftrag‚. 2008 konnten wir gemeinsam den 1. Preis des ‚Eins Live Hörspielwettbewerbs‘ mit LUCID DREAMS gewinnen.

Den Schnitt des Trailers übernahm Moritz Groß, der Cutter meines Vertrauens und meiner Imagefilme.

Und hier das Ergebnis: Der ÖDLAND-Buchtrailer.

Radioactive


Der Dystopieknaller von Imagine Dragons. Man könnte meinen, der Song wäre für die Verfilmung von Maya Shepherds Dystopie-Reihe Radioactive geschrieben worden. In der Tat hört man das Lied in diversen Dystopien, wie z.B. in Seelen und zuletzt in The 100.

Das Musikvideo ansich ist eher peinlich. Lou Diamond Phillips brauchte offensichtlich dringend Geld. Die Stofftier-Nummer ist so klebrig süß, dass einem schlecht wird, aber das kratzt den Song zum Glück wenig. Ihn kann nichts entstellen, auch kein beschissenes Video.

Doch welchen emotionalen Effekt hätte es haben können, wenn die Macher nicht zwanghaft auf Kontrapunkt gesetzt hätten? Wie geil wäre ein echtes Endzeit-Musikvideo gewesen?

An der Geschichte hätte man kaum etwas ändern müssen: Unscheinbare Kämpferin tritt in der Area an, um ihre Freunde aus dem Kerker zu befreien. Niemand glaubt an sie, niemand setzt auf sie, doch mit ihrer Zähigkeit und einer gewagten List kann sie den unbesiegbaren Widersacher in die Knie zwingen. David gegen Goliath. Diese Variante hätte mir besser gefallen.

Gesehen: Take Shelter

Take Shelter 

Buch & Regie: Jeff Nichols, Cast: Michael Shannon, Jessica Castain, Shea Whigham


Ein ruhiger Film, der in seiner Langsamkeit eine unwiderstehliche Sogwirkung entfaltet. Die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm ist in jeder Einstellung spürbar. Aufziehendes Unheil scheint sich genau wie das Regenwasser langsam zu rostbraunem Brei zu verdicken und die Bewegungen der Haupfigur zu behindern, bis die Schreckensvision des tödlichen Sturms sie vollkommen gefangen hält. Es geht nur noch nach unten, in den Sturmschutzbunker, der letzten Zuflucht in einer auf den Fugen geratenen Welt und selbst dort kann die gestrandete Familie nur mit Gasmasken überleben.

Curtis (Michael Shannon), dem schweigsamen Antihelden möchte man gern glauben, dass er seine stumme Tochter Hannah (Tova Steward) liebt und sich nach der Nähe seiner zerbrechlichen Frau (Jessica Castain) sehnt, doch er bewegt sich zögernd durch sein Haus, scheint es jedes Mal neu erkunden zu müssen, wie ein Fremdkörper, als wäre er gerade aus einem Alptraum erwacht und könnte nicht mehr in der Realität zurückfinden.

Und tatsächlich sind es Curtis Alptäume, die das Unheil gebähren, es real werden lassen und ihn seiner Familie entfremden. Angefangen mit seinem Hund, der ihn im Traum angreift, den er daraufhin aus dem Haus verbannt und schließlich sogar verschenkt, bis hin zu seiner Frau, die im Traum zu einem fremden Wesen wird, zu einer seltsamen Kreatur, die er nicht mehr versteht, vor der er fortan Angst hat.

Curtis versucht sich helfen zu lassen, doch den Spezialisten kann er sich nicht leisten und der  staatliche Notdienst wechselt ständig und interessiert sich nicht für seine Probleme. Die letzte Hoffnung zerplatzt, als Curtis seinen Job verliert und er sich mit seinem Freund und Arbeitskollegen Dewart (Shea Whigham) überwirft.

Keine Hoffnung, kein Entkommen. Aus Liebe folgt Ehefrau Samatha ihrem Mann in den Wahnsinn, klettert in den Sturmschutzbunker hinab, folgt beflissen seinen Anweisungen und setzt sich und ihrer stummen Tochter die Gasmasken auf.

Take Shelter ist gleichsam intellektueller Überbau und Kommentar zur Endzeit- und Dystopiewelle. Wurde ihr bereits vor Jahren das Ende prophezeit, erfreut sie sich noch immer wachsender Beliebtheit. Das hat vorallem damit zu tun, dass die uramerikanische Angst vor dem Wegfall der Zuversicht, vor dem Verschwinden des Pioniergeistes, eine sehr reale, vielschichtige Bedrohung spiegelt, die sich, wie ein unlöschbarer Schwelbrand schleichend zur Oberfläche durchfrisst.

Auf das, was jahrzehntelang gut war und Orientierung gab, Kredite aufnehmen, unbeschwert über die Verhältnisse leben, ist plötzlich kein Verlass mehr. Doch die Erkenntnis dringt nur langsam in die Köpfe ein. Die unangenehme Wahrheit, dass man sich möglichweise in Zukunft wird einschränken müssen, dass das Credo vom endlosen Wachstum eine Lüge sein könnte, ist so fundamental und so verstörend vorallem für Amerikaner, die sich zu 100% auf diese Wahrheit verlassen haben, dass es noch lange dauern wird, bis sie den Menschen keine Angst mehr machen wird.

Take Shelter ist ein hervorragender Film. Nicht jedermanns Sache, da es keine Action gibt und man sich auf den Film einlassen muss. Ich schrecke nur deshalb davor zurück ihn ein Meisterwerk zu nennen, weil ich hoffe, dass wir von Jeff Nichols noch viele gute Filme sehen werden.

 

Spaceship concept art by Xiaohui Hu

 

 

THE 100

Am 22.07.2015 (heute Abend!) startet PRO7 um 20:15 mit den ersten drei Folgen der neuen Serie THE 100 nach dem SF-Roman von Kass Morgan, die die Verfilmungsrechte, laut der Infos auf der Seite des HEYNE Verlags, bereits verkaufen konnte noch bevor das Buch überhaupt fertig war.

Ich bin immer skeptisch war gehypte Serien und Bücher angeht, doch die Grundidee klingt ansprechend. Sie ist genau mein Ding, um ehrlich zu sein: Postapokalyptisch, Rückkehr auf eine entfremdete Erde, die sich während der Abwesenheit des Menschen in den letzten 97 Jahren dramatisch verändert und in eine lebensgefährliche Falle verwandelt hat.

Hier standen nicht nur ‚Die Tibute von Panem‘ und ‚Der Herr der Fliegen‘ Pate, sondern auch das (leider vergurkte) ‚Afterearth‘ mit Will Smith und die klassische ‚Planet der Affen‘ Reihe, in der Charlton Heston auf eine Erde „zurückkehrt“ auf der die menschliche Zivilisation untergegangen ist und von einer tierischen bzw. äffischen ersetzt wurde.

HEYNE hat es leider nicht geschafft, die deutsche Übersetzung des Buches vor dem Serienstart rauszubringen. Sie erscheint erst in fünf Tagen am 27.07.2015. Ich schätze, dass eine Menge Leute das Buch gern vorher gelesen hätten. Leseprobe: THE 100.